Vollkaskoversicherung nur für den Urlaub?

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(verpd) Besonders im Ausland ist es nicht immer einfach, nach einem Unfall den Schaden vom Unfallgegner ersetzt zu bekommen. So mancher Reisende möchte daher mit einer Vollkaskoversicherung, die zeitlich auf die Reisedauer begrenzt ist, sein Auto für die Urlaubsfahrt umfassend absichern. Doch wer nur für die Urlaubsreise einen besseren Versicherungsschutz für das Auto abschließt, muss zum Teil mehr zahlen als für einen ganzjährigen Vollkaskoschutz, der im Ausland, aber auch im Inland gilt.

Wer für sein Auto nur eine Kfz-Haftpflichtversicherung hat, kann vor einer Auslandsreise ins Grübeln kommen. Denn hat man im Ausland einen unverschuldeten Unfall, kostet es oftmals viel Zeit und Mühe, den Schaden vom Unfallgegner ersetzt zu bekommen. Daher liegt der Gedanke nahe, sich mit einer Vollkaskoversicherung zu schützen. Auch eine eventuell bestehende Teilkaskoversicherung leistet nur, wenn der Pkw gestohlen, durch Sturm, Hagel, Überschwemmung, Brand oder bei einem Zusammenstoß mit einem Haarwild beschädigt wurde, sowie bei Glasbruch.

Einen umfassenden Schutz gegen Schäden am eigenen Kfz bietet jedoch die Vollkaskoversicherung. Sie ersetzt die Reparaturkosten, maximal den Fahrzeugwert nach einem Unfall, egal ob es sich um einen selbst verschuldeten Unfall handelt oder aber vom Unfallgegner keine Entschädigung zu erwarten ist. Da im Vollkaskoschutz die Teilkaskoversicherung enthalten ist, besteht unter anderem auch Versicherungsschutz bei einem Diebstahl des versicherten Kfz. Die Vollkaskoversicherung gilt je nach Vertragsvereinbarung zum Beispiel europaweit.

Wann der reine Urlaubsschutz teuer wird

Viele Autoversicherer bieten ihren Kunden an, für die Dauer einer Reise zusätzlich zur Haftpflichtversicherung einen kurzfristigen Vollkaskoschutz abzuschließen. Der zeitlich begrenzte Versicherungsschutz muss in der Regel für mindestens einen vollen Kalendermonat abgeschlossen werden. Welche Prämie dafür gezahlt werden muss, hängt vom Abrechnungsmodus des jeweiligen Versicherers ab, da es dazu keine einheitliche Regelung gibt.

Im ungünstigsten Falle wird die Prämie nach dem sogenannten Kurztarif berechnet, also mit einem Aufschlag auf die anteilige Jahresprämie, ohne Anrechnung eines Schadenfreiheits-Rabattes und gegebenenfalls zusätzlich zum bestehenden Teilkaskobeitrag.

Mitunter kann dies dazu führen, dass der zeitlich begrenzte Vollkaskoschutz teurer ist, als wenn eine Vollkaskoversicherung für das ganze Jahr bestehen würde.

Das ganze Jahr über bestens abgesichert

Alternativ zum teuren kurzfristigen Vollkaskoschutz empfiehlt sich in diesem Fall eine ganzjährige Vollkaskoversicherung, die normalerweise auch noch kurz vor dem Urlaub abgeschlossen werden kann. Denn bei einer ganzjährigen Vollkaskoversicherung wird zum einen kein Kurztarifzuschlag verlangt und zum anderen wird ein Schadenfreiheits-Rabatt berücksichtigt, der in der Regel dem Satz der Haftpflichtversicherung entspricht. Zudem entfällt die Prämie für den eventuell vorhandenen Teilkaskoschutz.

Für alle, die bereits schon seit Längerem unfallfrei fahren, ist der Prämienunterschied zwischen einem Vollkaskobeitrag und einem reinen Teilkaskoschutz oftmals gering. Das hat zur Folge, dass selbst bei älteren Fahrzeugen der bessere Schutz noch sehr interessant sein kann, da dafür, wenn überhaupt, zum Teil nur wenig mehr zu zahlen ist.

Grundsätzlich sollte man auch daran denken, dass wenn die Beschädigung oder der Verlust des Autos im Ausland ein Problem darstellt, dies im Inland nicht anders ist. Denn auch in Deutschland kann durch die eigene Unachtsamkeit oder durch Unbekannte, die zum Beispiel Unfallflucht begehen, ein Schaden am Auto entstehen, für den niemand sonst aufkommt.

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