Verpflichtender Kennzeichenwechsel für Mofas und Co.

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(verpd) Immer im Frühjahr, genauer gesagt am 1. März, beginnt für alle Arten von Kleinkrafträdern und vierrädrigen Leichtkraftfahrzeugen ein neues Versicherungsjahr. Ab diesem Zeitpunkt muss das bisherige grüne durch das neue schwarze Versicherungs-Kennzeichen ausgewechselt werden. Erst dann ist der Versicherungsschutz gewährleistet.

Kleinkrafträder wie Mofas, Mopeds und Quads müssen gemäß Paragraf 3 FZV (Fahrzeug-Zulassungsverordnung) nicht bei der Zulassungsstelle an- und abgemeldet werden. Allerdings ist für diese Fahrzeuge eine Kfz-Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Dass dieser Versicherungsschutz besteht, muss durch ein gültiges Versicherungs-Kennzeichen nachgewiesen werden.

Kleinkrafträder und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge

Zu den nicht zulassungspflichtigen Fahrzeugen, die jedoch ein Versicherungs-Kennzeichen führen müssen, zählen Kleinkrafträder und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge. Die genaue Begriffserklärung, was zu Kleinkrafträdern zu zählen ist, steht in Paragraf 2 Nummer 11 FZV (Fahrzeug-Zulassungsverordnung). Die vierrädrigen Leichtkraftfahrzeuge werden im Paragraf 2 Nummer 12 FZV beschrieben.

Darunter fallen im Detail unter anderem Mofas, Mopeds, Mokicks und Roller, aber auch Quads, Fahrräder mit Hilfsmotor, Minicars und Trikes, die höchstens 50 Kubikzentimeter Hubraum aufweisen und nicht schneller als 45 Stundenkilometer fahren dürfen. Die Regelung gilt zudem für Segways oder andere Elektrofahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 20 Stundenkilometern sowie E-Roller, die bis maximal 45 Stundenkilometer ausgelegt sind, aber auch motorisierte Krankenfahrstühle.

Ein Kfz-Versicherungs-Kennzeichen benötigen außerdem Elektrofahrräder, die eine Tretunterstützung ab einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern oder eine tretunabhängige Motorunterstützung ab sechs bis maximal 45 Stundenkilometer haben.

Blau statt schwarz

Für alle aufgeführten Fahrzeuge beginnt der Versicherungsschutz frühestens zum 1. März und läuft spätestens am 28. oder bei Schaltjahren am 29. Februar des nächsten Jahres ab. Entsprechend gilt das Versicherungs-Kennzeichen maximal zwölf Monate und muss jährlich zum 1. März erneuert werden.

Jedes Jahr ändert sich dabei die Kennzeichenfarbe: Die Schrift ist abwechselnd blau, grün oder schwarz auf weißem Untergrund. Im Versicherungsjahr 2015/2016 gilt eine blaue Schrift auf weißem Hintergrund. Die bisherigen schwarzen Kennzeichen verlieren somit ihre Gültigkeit.

Wer ab dem 1. März noch mit einem schwarzen statt blauen Kennzeichen fährt, hat keinen Haftpflicht-Versicherungsschutz und macht sich strafbar. Die Versicherungs-Kennzeichen sind bei der Kfz-Versicherungs-Gesellschaft erhältlich.

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