Unfallträchtige Landstraßen

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(verpd) Insgesamt kamen letztes Jahr weniger Menschen bei einem Verkehrsunfall ums Leben als noch 2011. 2012 verunglückten 3.606 Personen tödlich auf deutschen Straßen, das waren 403 Menschen weniger als noch im Jahr zuvor – und so wenige wie noch nie seit 1950. Die Statistik zeigt aber auch, dass insbesondere das Risiko, einen tödlichen Verkehrsunfall zu erleiden, in ländlichen Regionen besonders hoch ist.

Insbesondere in ländlichen Gebieten ist das Risiko, bei einem Verkehrsunfall ums Leben zu kommen nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) besonders hoch, wie eine aktuelle Auswertung der Verkehrsunfallstatistik des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ergab.

Stadtstaaten schneiden am besten ab

Gemessen an der Einwohnerzahl starben 2012 in Brandenburg 67 und in Niedersachsen 62, in Sachsen-Anhalt 61, in Thüringen 57 und in Bayern 53 Personen je eine Million Einwohner bei einem Verkehrsunfall. Dies sind die bundesweit höchsten Werte.

Im Bundesdurchschnitt lag der Wert bei 44 Getöteten pro eine Million Bürger. Die niedrigsten und damit besten Werte erreichten die Stadtstaaten Berlin mit 12, Hamburg mit 18 und Bremen mit 26 tödlich Verunglückten pro eine Million Einwohner. Auch das dicht besiedelte Nordrhein-Westfalen liegt mit 29 Toten pro eine Million Einwohner noch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.

Jedes zweite Verkehrsopfer war Insasse eines Pkw

Laut Statistik war 2012 rund jedes zweite tödlich verunglückte Verkehrsopfer Insasse in einem Pkw. Während auf den Autobahnen 252 und innerorts 217 Autoinsassen starben, waren es auf den Landstraßen 1.332 Personen, die sich in einem Pkw befanden.

Jeder sechste im Straßenverkehr tödlich Verunglückte saß auf einem Motorrad. Die Landstraße erwies sich auch für Motorradfahrer und Beifahrer als besonders gefährlich, denn hier ließen 461 Personen ihr Leben, während auf Autobahnen 37 und innerorts 181 Motorradfahrer oder -mitfahrer starben. Für Fußgänger und Radfahrer ist es in Orten und Städten besonders gefährlich, denn innerorts starben 248 Velofahrer und 388 Fußgänger.

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