Täglich verunglücken rund 87 Fußgänger im Straßenverkehr

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(verpd) Die schwächsten Verkehrsteilnehmer sind die Fußgänger, da sie weder durch eine Karosserie wie Autofahrer noch durch einen Helm wie Zweiradfahrer geschützt sind. Das zeigt sich auch in der aktuellen Unfallstatistik des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Prozentual sind demnach von den bei einem Verkehrsunfall verletzten Fußgängern mehr schwer verletzt oder getötet worden als bei den anderen Verkehrsteilnehmern.

2015 sind laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) 31.610 Personen, die als Fußgänger unterwegs waren, bei einem Verkehrsunfall verletzt oder getötet worden, das waren rund 1,5 Prozent mehr als letztes Jahr. Im Detail wurden 7.793 Personen schwer und 23.281 leicht verletzt. 537 Fußgänger kamen bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Rund jeder Zwölfte der insgesamt fast 396.891 bei einem Verkehrsunfall verletzten oder getöteten Personen war zum Unfallzeitpunkt zu Fuß unterwegs. Noch gravierender: Jeder sechste Verkehrstote war ein Fußgänger.

Von allen Personen, die bei einem Verkehrsunfall verletzt wurden, starben letztes Jahr 0,9 Prozent an ihren Unfallverletzungen. Bei den Radfahrern waren es 0,5 Prozent, bei den Pkw-Insassen 0,7 Prozent und bei den Kradfahrern 1,5 Prozent. Den höchsten Wert belegen jedoch die Fußgänger, hier starben 1,7 Prozent aller bei einem Verkehrsunfall verletzten Personen. Das zeigt, dass Fußgänger bei einem Unfall besonders gefährdet sind.

Über 9.000 Unfälle von Fußgängern verursacht

Zwar wurden rund 88 Prozent aller 305.659 Verkehrsunfälle mit Personenschäden durch ein Fehlverhalten von Fahrzeugführern verursacht. Doch drei Prozent dieser Unfälle, das sind rund 9.170 Unglücke, sind auf ein Fehlverhalten von Fußgängern zurückzuführen, beispielsweise weil sie die Verkehrsregeln nicht eingehalten haben.

So muss laut Gesetz zum Beispiel ein Fußgänger vorhandene Fußwege benutzen. Ist kein Gehweg oder Seitenstreifen vorhanden und muss ein Fußgänger deswegen die Straße benutzen, ist es wichtig, dass er immer links am Fahrbahnrand geht.

Dadurch kann der Fußgänger entgegenkommende Autos schneller erkennen und bei Gefahr ausweichen. Außerdem wird er von motorisierten Verkehrsteilnehmern besser wahrgenommen.

Gesehen werden und Ablenkung vermeiden

Ein Wechsel der Straßenseite sollte möglichst nur an Ampeln und Zebrastreifen erfolgen oder an Stellen, die auch für die anderen Verkehrsteilnehmer gut einzusehen sind, und nicht zwischen Sichthindernissen wie geparkten Autos oder Lkws. Prinzipiell sollten Straßen ohne Fußgängerwege von jüngeren Kindern niemals ohne Begleitung genutzt werden.

Ein häufiger Unfallgrund ist, dass Fußgänger übersehen werden. Besonders wenn die Sichtverhältnisse durch Nebel, starken Regen, Dämmerung oder Dunkelheit schlecht sind, sollten Fußgänger darauf achten, dass sie eine helle und kontrastreiche, am besten mit reflektierenden Elementen versehene Kleidung tragen.

Übrigens: Nicht nur viele Autofahrer lassen sich durch ihr Handy oder andere Dinge vom Straßenverkehr ablenken, was die Unfallgefahr drastisch erhöht. Auch Fußgänger, die unentwegt auf ihr Smartphone-Display starren, statt auf den Straßenverkehr zu achten, oder wegen Kopfhörern im Ohr das Martinshorn eines herannahenden Polizei- oder Rettungswagen nicht hören, erhöhen ihr Unfallrisiko erheblich.

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