Stürme lassen sich nicht aufhalten

 - 

(verpd) Immer wieder kommt es zu heftigen Stürmen, die hohe Schäden verursachen.

Einen hundertprozentigen Schutz, dass das eigene Gebäude oder das Auto dabei nicht beschädigt wird, gibt es nicht. Allerdings lassen sich mit einem passenden Versicherungsschutz wenigstens die finanziellen Folgen eines Sturmschadens auffangen.

Zu den schwersten Stürmen in den vergangenen Jahren zählten beispielsweise die Sturmtiefs und OrkaneEla“, „Xaver“, „Xynthia“, „Klaus“, „Emma“, „Paula“, „Kyrill“ und „Wiebke“. Laut einer gemeinsamen Klimastudie von Versicherern und Klimaforschern gehen die Experten davon aus, dass die Sturmschäden bis zum Jahr 2100 um mehr als 50 Prozent zunehmen werden.

Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) zahlten die Versicherer alleine für Sturmschäden hierzulande im Jahr 2002 1,6 Milliarden Euro, 2007 2,2 Milliarden Euro, 2010 1,1 Milliarden Euro, 2013 2,3 Milliarden Euro und letztes Jahr rund eine Milliarde Euro.

Finanzieller Schutz ab Windstärke 8

Bei Windgeschwindigkeit über 75 km/h sind Schäden an Häusern und Hausdächern sowie Kaminen und das Abreißen stärkerer Äste keine Seltenheit. Erreichen die Stürme Windgeschwindigkeiten von rund 200 km/h, können nicht nur Dächer abgedeckt werden, sondern auch Bäume umstürzen sowie größere Gegenstände wie Dachziegel und abgerissene Äste umherfliegen.

In einer Wohngebäude-, Kfz-Kasko- und/oder Hausratversicherung sind Sturmschäden – also Schäden durch Windgeschwindigkeiten mit mindestens 63 km/h (Windstärke acht nach der Beaufortskala) – versicherbar.

In einer Wohngebäude-Police ist das Gebäude einschließlich aller fest eingebauten Gegenstände wie Sanitäranlagen, fest verklebten Böden oder Einbaumöbel versichert. Eine Hausrat-Police umfasst die Ge- und Verbrauchsgüter sowie das bewegliche Inventar des Haushaltes, wie Möbel, Elektrogeräte, Kleidung und Vorräte.

Direkte und indirekte Sturmschäden

Ist das Sturmrisiko versichert, leistet die entsprechende Police für einen direkten, aber auch für einen indirekten Sturmschaden. Die Gebäude-Versicherung übernimmt zum Beispiel unter anderem die Reparatur eines Hausdaches, wenn ein Sturm einzelne Dachziegel oder auch das ganze Hausdach abgedeckt hat. Sie leistet aber auch bei indirekten Sturmschäden, zum Beispiel wenn durch das vom Sturm beschädigte Dach Regen eindringt und dadurch Wände und/oder Fußböden beschädigt werden.

Hat beispielsweise ein durch den Sturm abgebrochener Ast eine Fensterscheibe eingeworfen und wurde das im Raum stehende Mobiliar in der Folge durch Regen oder Hagel beschädigt, ist für diesen Fall die Hausratversicherung zuständig.

Autobesitzer können sich mit einer Teilkasko-Versicherung gegen Sturmschäden am Auto absichern. Versichert sind hier unter anderem Sturmschäden, die durch einen umgestürzten Baum oder umherfliegende Gegenstände wie Äste oder Dachziegel am Fahrzeug verursacht werden, aber auch wenn der Sturm das Fahrzeug zum Kippen bringt.

Weitere News zum Thema

  • Autounfall: Wann man auch als Unschuldiger haften muss

    [] (verpd) Blockiert ein Pkw beim Ausfahren aus einem Grundstück fast vollständig einen Radweg, ohne dass gegen Verkehrsregeln verstoßen wird, kann der Kfz-Halter im Fall eines Unfalls mit einem Radfahrer trotzdem aus der Betriebsgefahr seines Autos zur Verantwortung gezogen werden. Das hat das Landgericht Oldenburg mit einem aktuellen Urteil entschieden (Az. 16 S 516/16). mehr

  • Notrufsysteme für Pkws vom Kfz-Versicherer

    [] (verpd) Die deutsche Versicherungswirtschaft hat vor rund einem Jahr ein automatisches Notrufsystem auf den Markt gebracht, das in fast allen Neu- und Gebrauchtwagen eingesetzt werden kann und bei einem Unfall automatisch eine Notrufzentrale informiert. Seitdem sind rund 85.000 dieser sogenannten Unfallmeldedienst-Systeme (UMD) an Autofahrer ausgegeben worden. Einige Versicherer bieten aber auch Telematikboxen an, die als Notrufsystem nutzbar sind. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. mehr

  • So sind Motorrad und Mensch fit die Saison

    [] (verpd) Viele Biker warten sehnsüchtig auf die ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr, um wieder ihrem Hobby zu frönen. Damit die ersten Touren und die gesamte Saison unfallfrei verlaufen, sollte der Fahrer sich, aber auch seine Maschine und die Sicherheitsausrüstung auf Vordermann bringen. mehr

  • Für eine einfache Verständigung bei einem Auslandsunfall

    [] (verpd) Jährlich ereignen sich mehrere Zehntausend Unfälle, bei denen ein in Deutschland zugelassenes Auto in einen Unfall im Ausland beteiligt ist. Für die Betroffenen gilt es im Falle des Falles, nicht nur die Ruhe zu bewahren, sondern oft auch Sprachbarrieren zu überwinden und die wichtigsten Daten für eine reibungslose Schadensregulierung zu dokumentieren. Ein mehrsprachiger Unfallbericht hilft dabei. mehr

  • Die wichtigsten Maßnahmen nach einem Autounfall

    [] (verpd) Wer an einem Unfall beteiligt ist oder als Erster an eine Unfallstelle kommt, muss auch aufgrund gesetzlicher Regelungen bestimmte Verhaltensregeln einhalten, um beispielsweise weitere Schäden zu verhindern und Verletzten zu helfen. Zudem erleichtert eine richtige Vor-Ort-Dokumentierung des Unfalles die Schadenregulierung durch den oder die Kfz-Versicherer. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.