Schnelle Hilfe auf Reisen

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(verpd) Egal, ob man mit dem eigenen Fahrzeug in den Urlaub fährt oder eine Bus- oder Flugreise unternimmt, jedem Reisenden kann auch während der schönsten Zeit des Jahres etwas zustoßen. Das kann ein Unfall, aber auch eine plötzliche Erkrankung sein, und selbst das Risiko, Opfer eines Verbrechens zu werden, ist nicht auszuschließen. Um auch im Ausland schnell Hilfe holen zu können, empfiehlt es sich für alle Urlauber, vor Reiseantritt wichtige Notrufnummern im Handy abzuspeichern und zusätzlich den Reiseunterlagen in Papierform beizulegen.

Die wichtigste Notrufnummer in Europa ist die 112. Sie ist für alle EU-Länder einheitlich und sowohl vom Handy als auch aus dem Festnetz kostenfrei erreichbar. Oftmals werden die Hilfen hier in mehreren Sprachen angeboten.

Internationale Anlaufstellen

Sinnvoll ist auch, sich die national geltenden Notrufnummern für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst der befahrenen Länder zu notieren und im Handy zu speichern. Diese findet man unter anderem im Internet.

Empfehlenswert ist es für Auslandsreisende zudem, sich vor Reiseantritt über die im Urlaubsland ansässige deutsche Auslandsvertretung (Botschaft oder Konsulat) zu informieren und sich die jeweilige Adresse und Telefonnummer für den Notfall zu notieren. Entsprechende Telefonnummern findet man online auf den Webseiten des Auswärtigen Amtes.

Zur Risikominimierung kann es vorbeugend nützlich sein, sich bereits vor einer Reisebuchung die ebenfalls im Webauftritt des Auswärtigen Amtes aufrufbaren Sicherheitshinweise durchzulesen.

Für Autoreisende

Für Autofahrer ist der von der GDV Dienstleistungs-GmbH & Co. KG (GDV DL) betriebene Zentralruf der Autoversicherer (Telefonnummer 0180/25026) hilfreich. Unter dieser Nummer, kann die zuständige Kfz-Versicherung eines in- oder ausländischen Unfallverursachers rund um die Uhr erfragt werden. Zudem wird einem hier der in Deutschland zuständige Schadenregulierer der ausländischen Versicherung genannt.

Der Zentralruf der Autoversicherer ist nach Paragraf 8 Pflichtversicherungs-Gesetz (PflVG) die staatliche Auskunftsstelle zur Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen in Deutschland und dem europäischen Ausland sowie Norwegen, Island, Liechtenstein und der Schweiz. Wie die GDV DL betont, ist es sinnvoll, die „Grüne Karte“, die kostenlos von der eigenen Kfz-Versicherung ausgestellt wird, mitzunehmen. Sie bescheinigt das Bestehen des notwendigen Haftpflicht-Versicherungsschutzes nach den Bestimmungen des jeweiligen Gastlandes.

Hilfreich ist auch die Mitnahme des EU-Unfallberichtes. Damit können im Falle eines Unfalles alle notwendigen Fakten ohne Sprachprobleme erfasst werden, da dieser mehrsprachig sowie europaweit inhaltlich und grafisch identisch gestaltet ist. Der Europäische Unfallbericht kann beim GDV DL online oder bei der eigenen Kfz-Versicherung bestellt werden. Grundsätzlich sollte man sich bei einem Unfall vom Unfallgegner immer das Kennzeichen, die Personalien des Fahrers und dessen Kfz-Versicherung sowie die Versicherungsnummer notieren.

Hilfe rund um die Uhr

Wem im Urlaub die Geld- beziehungsweise Kreditkarte gestohlen wird, sollte schnell handeln können. Eine Sperrung fast aller Karten ist mit der Sperrnotrufnummer – in Deutschland gebührenfrei unter 116 116 und aus dem Ausland gebührenpflichtig unter +49/116 116 oder unter +49(0)30/4050 4050 – möglich. Vereinzelte Institute, wie die Postbank, sind nicht am Sperrnotruf angeschlossen. Doch auch hier gibt es in der Regel Sperrnotrufnummern, die bei den jeweiligen Instituten erfragt werden können. Ausführliche Informationen zum Thema Kartensicherheit finden sich unter www.kartensicherheit.de.

Da man nicht nur zu Hause, sondern auch im Urlaub Pech haben kann, bieten diverse Versicherer ihren Kunden einen 24-Stunden-Telefonservice an. Denn viele Rechtsschutz-, Privathaftpflicht-, Kfz- und/oder andere Versicherungsverträge gelten nicht nur für Schadenfälle im In-, sondern auch im Ausland.

Zudem gibt es Policen, wie ein Schutzbrief und eine Auslandsreise-Krankenversicherung, die für den Urlaub besonders wertvoll sein können, da sie nicht nur das Kostenrisiko bei diversen möglichen Problemen übernehmen, sondern oft auch Hilfsdienste vor Ort bieten. Auch hier werden die Kunden meist durch Rund-um-die-Uhr-Hotlines in deutscher Sprache unterstützt.

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