Rettungsschirm für Verkehrsopfer nach Unfallflucht

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(verpd) Leider kommt es immer wieder vor, dass ein Unfallverursacher vom Unfallort flüchtet oder keinen ausreichenden Versicherungsschutz hat, um den Unfallschaden zu begleichen. In vielen Ländern bleibt der Unfallgeschädigte dann selbst auf seinen Kosten sitzen. In Deutschland hingegen gibt es für Betroffenen unter Umständen eine Hilfe vom Verein Verkehrsopferhilfe e.V. (VOH).

Ist ein Unfallverursacher trotz gesetzlich vorgeschriebener Kfz-Haftpflichtversicherung nicht versichert, begeht Fahrerflucht oder hat den Schaden sogar vorsätzlich herbeigeführt, würde das Unfallopfer normalerweise auf seinem Personen- und/oder Sachschaden sitzen bleiben.

In Deutschland leistet hier jedoch in einigen Fällen der Verein Verkehrsopferhilfe e.V. (VOH) Ersatz für den erlittenen Schaden, wenn ein Unfallopfer von keiner anderen Seite Entschädigung, beispielsweise durch die eigene Vollkaskoversicherung oder Krankenkasse, erhalten kann.

Leistungen bei Personen- und zum Teil auch bei Sachschäden

Zwar werden bei Unfällen mit Fahrerflucht reine Sachschäden, also wenn gleichzeitig keine Personenschäden vorliegen, nicht ersetzt. Kam es jedoch bei einem Verkehrsunfall mit Fahrerflucht zu einem Personen- und Sachschaden wird neben dem Personenschaden auch der erlittene Sachschaden unter Abzug eines Selbstbehalts von 500 € beglichen.

Bei allen anderen Unfallkonstellationen, also wenn das Fahrzeug des Unfallgegners nicht versichert war oder der Unfall vorsätzlich verursacht wurde, gilt diese Einschränkung nicht. Bei unfallbedingt eingetretenen Dauerschäden oder bei besonders schweren Verletzungen zahlt die VOH unter Umständen auch ein Schmerzensgeld.

Kfz-Versicherer finanzieren die Verkehrsopferhilfe

Leistet die VOH, stellt sie das Unfallopfer nach den Paragrafen 12 und folgende PflVG (Pflichtversicherungs-Gesetz) so, als wäre das Fahrzeug des Unfallverursachers mit den gesetzlichen Mindestdeckungssummen, die für die Kfz-Haftpflichtversicherung gelten, versichert. Das sind gemäß Anlage zu Paragraf 4 Absatz 2 PflVG aktuell bei Personenschäden bis zu 7,5 Millionen Euro und bei Sachschäden bis zu 1,12 Millionen Euro Deckungssumme.

Die Entschädigungszahlungen, die Verkehrsopfer von der VOH bekommen, stammen aus einem Garantiefonds, der von allen in Deutschland tätigen Kfz-Haftpflichtversicherern getragen beziehungsweise finanziert wird. Staatliche Gelder werden hierfür nicht verwendet.

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