Ohne Stress und Ärger am Reiseziel ankommen

 - 

(verpd) Wie Statistiken belegen, fahren jedes Jahr rund 18 Millionen deutsche Bürger mit dem Pkw in den Urlaub. Damit bereits die Anreise entspannt und unfallfrei verläuft, rät der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) frühzeitig die Urlaubsfahrt zu planen.

Zu einer guten Urlaubsplanung gehört eine detaillierte Reiseroutenplanung. Es ist beispielsweise sinnvoll, sich vorab über mögliche Baustellen oder Umleitungen auf der Urlaubsstrecke zum Zeitpunkt der geplanten Reise zu informieren, um ohne lästige Staufallen schnellstmöglich das Ziel zu erreichen. Zweckmäßig ist es zudem, typische Stoß- und Reisezeiten zu umgehen und am Reisetag die Verkehrsmeldungen zu berücksichtigen. Wer ein großzügiges Zeitpolster mit einplant, erspart sich zusätzlich Stress, sollte es doch zu verkehrsbedingten Verzögerungen kommen.

Bei der Reiseplanung sollte ein Hauptaugenmerk auf der Sicherheit des Fahrzeugs liegen, mit dem man verreist. Denn technische Mängel können während der Reise nicht nur zu einer Fahrzeugpanne führen, die Geld und Nerven kostet, sondern auch die Ursache für einen Unfall mit Sach- oder gar Personenschäden sein.

Nur mit einem sicheren Fahrzeug in den Urlaub

Um technische Problemen am Kfz zu vermeiden, empfiehlt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat e.V. (DVR) vor der Reise eine gründlichen Fahrzeugkontrolle durch eine Fachwerkstatt. Geprüft werden sollte dabei unter anderem der Ölstand, die Bremsanlage und Bremsflüssigkeit, die Beleuchtung, die Stoßdämpfer, die komplette Elektrik, aber auch die Scheibenwaschanlage, das Kühlwasser sowie der Zustand der Reifen.

Zur Reifenkontrolle gehört unter anderem das Prüfen des Reifendrucks, der Reifenprofiltiefe, ob mögliche Reifenschäden vorhanden sind, und die Kontrolle der Funktionstüchtigkeit eines eventuell vorhandenen Reservereifens. Für Notfälle sollten zudem ein Abschleppseil, Starthilfekabel und eine Taschenlampe mitgeführt werden.

Um Ärger und unnötige Strafen zu vermeiden, ist es sinnvoll, sich vor Reiseantritt über die geltenden Verkehrsregeln und die vorgeschriebene Fahrzeugausstattung des jeweiligen Urlaubslandes zu informieren. Auskunft darüber bieten unter anderem die Webseiten des Auswärtigen Amtes, diverse Automobilklubs und Reiseführer. Die in vielen Ländern zum Teil vorgeschriebene Ausrüstung wie Sicherheitswesten, Warndreieck und Verbandskasten sind im Pkw so zu verstauen, dass sie im Notfall schnell zu erreichen sind.

Damit das Reisegepäck nicht zur Gefahr wird

Doch nicht nur das Fahrzeug selbst kann Pannen- und Unfallrisiken bergen, auch ein schlecht gesichertes Urlaubsgepäck kann bei einer Vollbremsung zu einem lebensgefährlichen Geschoss werden. Bei der Zuladung des Pkws ist daher darauf zu achten, dass alle Gepäckstücke, auch kleine Dinge wie ein Smartphone, sicher verstaut und die Zuladungsgrenzen eingehalten werden.

Wird ein Dachgepäckträger oder eine Dachbox benötigt, darf das Gesamtgewicht von Träger und Ladung die zulässige Dachlast nicht überschreiten. Zudem müssen der Dachgepäckträger, eine Dachbox und/oder ein Fahrradträger sicher montiert sein.

Je nach Zuladung muss der Reifendruck entsprechend den Werten, die in der Tankklappe, im Türpfosten auf der Fahrerseite oder in der Bedienungsanleitung des Pkws hinterlegt sind, erhöht werden. Zudem sollte man wissen, dass bei einem Fahrzeug mit Gepäck auf dem Dach nicht nur der Spritverbrauch um bis zu 20 Prozent höher ist, sondern sich auch das Fahrverhalten ändert.

Entspannt ankommen

Neben allen technischen Belangen sollte auch für das Wohl des Fahrers und der Mitfahrer während einer Reise gesorgt sein. Fahren Kinder mit, empfiehlt es sich, Spielsachen griffbereit im Auto zu haben, um der Langeweile vorzubeugen. Regelmäßige Pausen sind nicht nur für kleine, aber auch für große Reisende wichtig. Etwas Bewegung während der Rast fördert die Durchblutung, was nicht nur einer Erschöpfung vorbeugt, sondern auch für eine gute Konzentrationsfähigkeit sorgt.

Als Zwischenmahlzeit während einer Reiseunterbrechung eignen sich nach Gesundheitsexperten leichte und vitaminreiche Speisen, da eine schwere Kost wie eine Currywurst Müdigkeit hervorrufen kann. Gesund und gut gegen den Durst sind zudem Getränke wie Mineralwasser, Fruchtsaftschorlen oder Tees.

Übrigens: Übermüdung und Sekundenschlaf bei Autofahrern sind nach Aussagen von Verkehrsexperten die Ursachen für jeden vierten tödlichen Autounfall. Der DVR rät daher, besonders auf längeren Touren spätestens alle zwei Stunden eine Rast von 20 bis 25 Minuten einzulegen. Wurde ein Unfall infolge einer Übermüdung in Deutschland verursacht, muss der Unfallverursacher gemäß Paragraf 315c StGB (Strafgesetzbuch) sogar mit einer hohen Geld- oder Haftstrafe und mit dem Entzug der Fahrerlaubnis rechnen.

Weitere News zum Thema

  • Sicherheit für Schiffe und Freizeitkapitäne

    [] (verpd) Ein Schiff, egal ob Motor- oder Segelboot, kostet in der Regel einiges in der Anschaffung. Auch notwendige Reparaturen nach einem selbst verschuldeten Unfall oder infolge einer Schädigung durch einen Unbekannten können teuer sein. Wer als Bootsführer oder -inhaber einen Unfall verursacht, bei dem ein anderer geschädigt wird, muss unter Umständen sogar um seine finanzielle Existenz bangen. Es gibt jedoch Wassersport-Versicherungen, die vor diesen Kostenrisiken schützen. mehr

  • Autounfall: Wann man auch als Unschuldiger haften muss

    [] (verpd) Blockiert ein Pkw beim Ausfahren aus einem Grundstück fast vollständig einen Radweg, ohne dass gegen Verkehrsregeln verstoßen wird, kann der Kfz-Halter im Fall eines Unfalls mit einem Radfahrer trotzdem aus der Betriebsgefahr seines Autos zur Verantwortung gezogen werden. Das hat das Landgericht Oldenburg mit einem aktuellen Urteil entschieden (Az. 16 S 516/16). mehr

  • Notrufsysteme für Pkws vom Kfz-Versicherer

    [] (verpd) Die deutsche Versicherungswirtschaft hat vor rund einem Jahr ein automatisches Notrufsystem auf den Markt gebracht, das in fast allen Neu- und Gebrauchtwagen eingesetzt werden kann und bei einem Unfall automatisch eine Notrufzentrale informiert. Seitdem sind rund 85.000 dieser sogenannten Unfallmeldedienst-Systeme (UMD) an Autofahrer ausgegeben worden. Einige Versicherer bieten aber auch Telematikboxen an, die als Notrufsystem nutzbar sind. Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. mehr

  • So sind Motorrad und Mensch fit die Saison

    [] (verpd) Viele Biker warten sehnsüchtig auf die ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr, um wieder ihrem Hobby zu frönen. Damit die ersten Touren und die gesamte Saison unfallfrei verlaufen, sollte der Fahrer sich, aber auch seine Maschine und die Sicherheitsausrüstung auf Vordermann bringen. mehr

  • Für eine einfache Verständigung bei einem Auslandsunfall

    [] (verpd) Jährlich ereignen sich mehrere Zehntausend Unfälle, bei denen ein in Deutschland zugelassenes Auto in einen Unfall im Ausland beteiligt ist. Für die Betroffenen gilt es im Falle des Falles, nicht nur die Ruhe zu bewahren, sondern oft auch Sprachbarrieren zu überwinden und die wichtigsten Daten für eine reibungslose Schadensregulierung zu dokumentieren. Ein mehrsprachiger Unfallbericht hilft dabei. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.