Mit den passenden Pneus in den Winterurlaub

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(verpd) Die Fahrt in eines der zahlreiche Skigebiete hierzulande und auch im Ausland kann ohne eine den Witterungsverhältnissen angepasste oder vorgeschriebene Autobereifung schnell zum Problem werden. Neben der erhöhten Unfallgefahr drohen im In- und Ausland Bußgelder sowie andere Schwierigkeiten.

In Deutschland besteht eine situative Winterreifenpflicht, das bedeutet, es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Reifen der Witterung angepasst sein müssen. Gemäß Paragraf 2 Absatz 2a StVO (Straßenverkehrsordnung) darf ein Kraftfahrzeug bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte nur mit montierten Winterreifen unterwegs sein. Anderenfalls riskiert man ein Bußgeld und einen Punkt im Flensburger Fahreignungsregister.

Auch in Österreich besteht eine situative Winterreifenpflicht. Laut Gesetz müssen auf allen Rädern eines Pkws vom 1. November bis 15. April des Folgejahres Winterreifen montiert sein, wenn Schnee, Schneematsch oder Eis auf den Straßen sind. Nur wenn die Straße mit einer zusammenhängenden Schnee- oder Eisschicht bedeckt ist, können alternativ auch Schneeketten auf mindestens zwei Antriebsrädern verwendet werden.

Situative Winterreifenpflicht

Eine generelle Winterreifenpflicht gibt es in der Schweiz ebenfalls nicht. Doch wer aufgrund ungeeigneter Reifen den Verkehr behindert, muss mit einem Bußgeld rechnen. Wer bei winterlichen Straßenverhältnissen mit Sommerreifen in einen Unfall verwickelt ist, dem droht eine erhebliche Mithaftung.

In Frankreich wie auch in Italien gibt es ebenfalls keine generelle Winterreifenpflicht. Allerdings kann bei entsprechenden Witterungsverhältnissen kurzfristig die Benutzung von Winterreifen durch eine entsprechende Beschilderung auf bestimmten Strecken vorgeschrieben werden. In Italien gilt im Aostatal jedoch prinzipiell vom 15. Oktober bis zum 15. April des Folgejahres eine Winterreifenpflicht. Alternativ können hier auch Schneeketten auf Sommerreifen aufgezogen werden.

Auch auf der Brennerautobahn gibt es vom 15. November bis 15. April abschnittsweise eine Winterausrüstungs-Pflicht. Das heißt, in dieser Zeit sind entweder Winterreifen, oder falls keine Winterreifen montiert sind, zumindest das Mitführen von Schneeketten im Auto – egal ob Schnee auf der Straße liegt oder nicht – Pflicht.

Generelle Winterreifenpflicht

In einigen Ländern sind die Autofahrer zu bestimmten Zeiten generell und unabhängig von den Straßenverhältnissen verpflichtet, nur mit Winterreifen zu fahren. Eine derartige Winterreifenpflicht besteht zum Beispiel in Tschechien und Bulgarien von 1. November bis 31. März, in Slowenien und Mazedonien von 15. November bis 15. März, in Schweden vom 1. Dezember bis 31. März und in Estland, Finnland und Lettland vom 1. Dezember bis Ende Februar. In Ungarn gibt es zwar keine Winterreifenpflicht, aber Schneeketten müssen mitgeführt werden.

In nahezu allen an Deutschland angrenzenden Ländern wird die Pflicht Schneeketten aufzuziehen durch ein rundes blaues Schild mit Schneekettensymbol angezeigt. Ab diesem Verkehrsschild dürfen nur Fahrzeuge, die mindestens auf zwei Antriebsrädern Schneeketten haben, weiterfahren. In den meisten Ländern beträgt die maximal zulässige Geschwindigkeit mit Schneeketten 50 Stundenkilometer.

Zwar ist in Deutschland generell nur eine Reifenprofiltiefe von mindestens 1,6 Millimetern vorgeschrieben, aus Sicherheitsgründen sollte die Profiltiefe mindestens vier Millimeter betragen. In vielen Ländern wie in Österreich oder Tschechien ist diese Profiltiefe sogar gesetzlich vorgeschrieben.

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