In diesen Städten ist das Motorraddiebstahlrisiko am größten

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(verpd) Jeden Tag werden in Deutschland fast 64 Motorräder, Mopeds und sonstige Krafträder geklaut. Besonders hoch ist das Risiko für Kraftradbesitzer in den Großstädten. Doch auch zwischen den Städten geht die Schere hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit, von einem Kraftraddiebstahl betroffen zu werden, weit auseinander, wie ein Blick in die aktuelle polizeiliche Kriminalstatistik belegt.

Die Zahl der Diebstähle einschließlich der unbefugten Ingebrauchnahme von Krafträdern wie Motorrädern und Mopeds hat sich im vergangenen Jahr laut der aktuellen polizeilichen Kriminalstatistik 2016 (PKS 2016) des Bundeskriminalamtes verringert. Und zwar um rund zehn Prozent beziehungsweise fast 2.400 Fälle auf circa 23.250 Kraftrad-Diebstähle. Dies war bereits der neunte Rückgang in Folge.

Die Aufklärungsquote liegt den PKS-Daten zufolge bei einem Fünftel. In den deutschen Großstädten gibt es hier allerdings riesige Unterschiede bei der Diebstahl-Wahrscheinlichkeit, aber auch bei der Aufklärungsrate. In Erlangen wurden mit 64,7 Prozent sowie in Jena mit 45,5 Prozent die meisten Delikte aufgeklärt, in Heidelberg mit 3,0 Prozent und Solingen mit 5,9 Prozent dagegen die wenigsten. Deutschlandweit lag die Aufklärungsquote bei 20,1 Prozent.

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Wo die meisten und wenigsten Motorräder geklaut werden

Nach absoluten Diebstahlzahlen ist die Bundeshauptstadt Berlin wie im Vorjahr Spitzenreiter, in der 2016 2.136 solcher Taten gezählt wurden. In Leipzig waren es 775, in Köln 749 und in Hamburg 597. Besonders wenige solcher Delikte wurden in Salzgitter mit elf, Bergisch Gladbach mit 13, Heilbronn mit 16, Erlangen mit 17 sowie Schwerin mit 19 Kraftraddiebstählen polizeilich erfasst. Deutliche Unterschiede gab es auch bei der Klaurate in Relation zur Einwohnerzahl.

2015 belegte Aachen hier noch den unrühmlichen Spitzenplatz mit 175 geklauten Krafträdern pro 100.000 Einwohner. 2016 hat diesen Platz nun Leipzig eingenommen. Hier wurden im vergangenen Jahr rund 138,3 motorisierte Zweiräder pro 100.000 Einwohner gestohlen. Dies bedeutet einen etwa fünfeinhalb Mal so hohen Wert wie im Bundesdurchschnitt, der im vergangenen Jahr bei 28,3 und 2015 bei 31,6 gestohlenen Krafträdern pro 100.000 Einwohner lag.

Auch Göttingen mit 128,7, Leverkusen mit 93,0, Mönchengladbach mit 91,5, Freiburg im Breisgau mit 91,4, Aachen mit 89,1, Köln mit 70,6 und Bonn mit 67,1 gestohlenen Bikes je 100.000 Einwohner zählen zu den Hochburgen der Kraftraddiebstähle. Die niedrigste Klaurate bei den Großstädten hatte Augsburg mit 9,8 Diebstählen von Bikes pro 100.000 Einwohner. Dahinter folgen Salzgitter mit 10,9, München mit 11,6, Bergisch Gladbach mit 11,7, Nürnberg mit 12,5, Braunschweig mit 12,7, Heilbronn mit 13,1, Stuttgart mit 13,6 und Erlangen mit 15,7 geklauten Krädern pro 100.000 Einwohner.

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