In diesen Städten ist das Motorraddiebstahl-Risiko am höchsten

 - 

(verpd) Berlin war im vergangenen Jahr nach absoluten Zahlen die Hauptstadt der Diebe von Krafträdern, in Relation zur Einwohnerzahl war es nach der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik aber Freiburg im Breisgau. In den Städten mit über 500.000 Einwohnern zeigt sich fast durch die Bank ein überproportional hohes Diebstahlrisiko.

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Diebstähle von Mopeds und Krafträdern laut der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS 2014) um 400 Fälle beziehungsweise etwa 1,4 Prozent auf rund 27.900 zurückgegangen. Dies entspricht einer Klaurate von 34,5 Mopeds und Krafträdern pro 100.000 Einwohner. 2013 lag die Quote noch bei 35,1.

Die Daten zeigen, dass es in den deutschen Großstädten ab 100.000 Einwohner gewaltige Unterschiede gibt. Nach absoluten Diebstahlzahlen ist die Bundeshauptstadt Berlin Spitzenreiter mit über 2.000 registrierten Moped- und Kraftrad-Diebstählen. In Köln waren es fast 1.100, in Hamburg deutlich über 800 und in Leipzig, Aachen und Essen zwischen gut 560 und knapp 450. Besonders wenige Mopeds und Krafträder, nämlich nur sechs, wurden in Fürth, und neun in Remscheid geklaut.

In Freiburg im Breisgau und Aachen ist die Klaurate am größten

In Relation zur Einwohnerzahl liegt Freiburg im Breisgau auf dem unrühmlichen Spitzenplatz, dicht gefolgt von Aachen. In beiden Städten wurden jeweils über 190 Krafträder und Mopeds pro 100.000 Einwohner gestohlen. Dies bedeutet einen mehr als fünf Mal so hohen Wert wie im Bundesdurchschnitt.

Dahinter folgen mit Bonn, Leipzig, Köln, Offenbach am Main und Leverkusen fünf weitere Städte, in denen es eine Klaurate von über 100 pro 100.000 Einwohner gibt. Für Rostock und Oberhausen wird jeweils ein Wert von über 90 ausgewiesen, Mönchengladbach und Lübeck liegen knapp darunter.

In nur zwei Großstädten, nämlich in Fürth und Remscheid, wurden im vergangenen Jahr weniger als zehn Diebstähle von Krafträdern und Mopeds pro 100.000 Einwohner polizeilich erfasst. Vergleichsweise gering mit jeweils um die 15 gestohlenen Krafträdern und Mopeds pro 100.000 Einwohner war die Klaurate auch in Stuttgart, München, Nürnberg, Erlangen und Würzburg.

In den Metropolen meist sehr hohes Einbruchsrisiko

Auch in den deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern klafft die Schere weit auseinander. Während der Bundesdurchschnitt bei 34,5 gestohlenen Mopeds und Motorrädern pro 100.000 Einwohner liegt, waren nur Stuttgart (Klaurate 13,7) und München (Klaurate 14,9) weit unterhalb dieses Wertes. Alle anderen Metropolstädte lagen zum Teil deutlich darüber.

Während beispielsweise die Klaurate in Dresden (34,7) und Bremen (35,7) nur knapp überdurchschnittlich ausgeprägt ist, kommen Hannover (66,6) und Düsseldorf (67,1) auf einen fast doppelt so hohen Wert wie im Bundesschnitt.

In der Ruhrgebietsmetropole Essen liegt die Klaurate mehr als zwei Mal so hoch wie im bundesweiten Schnitt, nämlich bei 78,8 in Köln mit 105,3 und in Leipzig mit 105,9 ist sie sogar mehr als drei Mal so hoch.

Finanzieller Schutz bei Diebstahl

Wer für sein Motorrad eine Teilkasko-Versicherung abgeschlossen hat, bekommt bei einem Diebstahl des Fahrzeugs den Schaden ersetzt. Sie leistet unter anderem auch, wenn das Kraftrad bei Brand, Hagel, Sturm, Überschwemmung oder auch durch einen Zusammenstoß mit einem Haarwild beschädigt wurde und übernimmt zudem Glasbruchschäden.

Ist ein Krad vollkaskoversichert, ist automatisch der Teilkaskoschutz miteingeschlossen. Die Vollkasko zahlt zudem für fahrlässig verursachte selbst verschuldete Kfz-Schäden sowie Schäden, die andere verursacht haben und nicht dafür aufkommen, beispielsweise im Falle einer Unfallflucht des Schadenverursachers oder bei Vandalismus durch Dritte.

Versichert ist nicht nur das Fahrzeug selbst, sondern auch alle am Fahrzeug befestigten Teile, die in einer Liste, welche Bestandteil des Vertrages ist, mitaufgeführt sind, bis zu einer im Kfz-Vertrag vereinbarten Höhe. Darunter zählen in der Regel zum Beispiel auch fest am Krad angebrachte Satteltaschen und Gepäckkoffer.

Weitere News zum Thema

  • Die wichtigsten Maßnahmen nach einem Autounfall

    [] (verpd) Wer an einem Unfall beteiligt ist oder als Erster an eine Unfallstelle kommt, muss auch aufgrund gesetzlicher Regelungen bestimmte Verhaltensregeln einhalten, um beispielsweise weitere Schäden zu verhindern und Verletzten zu helfen. Zudem erleichtert eine richtige Vor-Ort-Dokumentierung des Unfalles die Schadenregulierung durch den oder die Kfz-Versicherer. mehr

  • Zusammenstoß mit Autotür

    [] (verpd) Stößt ein vorbeifahrendes Fahrzeug gegen die Tür eines geparkten Autos, hat es zu einer Schadenteilung zu kommen, wenn nicht geklärt werden kann, wann die Tür geöffnet wurde. Das hat das Amtsgericht Frankenthal mit Urteil entschieden (Az. 3a C 176/16). mehr

  • Wie Biker bei der Kfz-Versicherung sparen können

    [] (verpd) Die Motorradsaison hat begonnen. Wer sich bereits vor der Anmeldung des Bikes entsprechende Gedanken macht, kann dafür sorgen, dass das eigene Motorrad gut, aber dennoch günstig versichert ist. mehr

  • Speziell für Schönwetter-Fahrzeuge

    [] (verpd) Kfz-Halter, die ihr Auto, ihr Motorrad oder auch ihr Wohnmobil nur in einem bestimmten Zeitraum des Jahres, beispielsweise von März bis Oktober fahren möchten, kommen mit einem Saisonkennzeichen in den Genuss diverser Vorteile. Denn sie sparen damit Kfz-Steuern und Versicherungsprämien, ohne das Fahrzeug ständig an- und abmelden zu müssen. mehr

  • Von den teuren Folgen einer Spritztour mit dem Dienstwagen

    [] (verpd) Ein Beschäftigter, der sein Dienstfahrzeug ohne Erlaubnis seines Arbeitgebers zu privaten Zwecken nutzt, kann für die Folgen eines dabei durch einen Wildunfall entstandenen Schadens in Anspruch genommen werden. Das geht aus einem aktuellen Urteil des Verwaltungsgerichts Koblenz hervor (Az. 5 K 684/16.KO). mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.