In diesen Regionen wird die Kfz-Versicherung billiger

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(verpd) Vor Kurzem wurde bekannt gegeben, in welchen Zulassungsbezirken die Autofahrer mit Änderungen bei der Kfz-Versicherungsprämie rechnen müssen. Für den Großteil derjenigen, die eine Autoversicherung haben, ändert sich nichts. Doch rund 28 Prozent der Pkw-Besitzer oder -Halter, die eine Kfz-Haftpflichtversicherung haben, und knapp jeder Achte, der für sein Auto eine Kasko-Versicherung hat, sind von Prämienänderungen betroffen. Einige müssen in 2017 im Vergleich zu 2016 weniger zahlen.

Die Kfz-Versicherungsprämie hängt vom Zulassungsbezirk, in dem ein Auto entsprechend dem Wohnort des Kfz-Halters zugelassen ist oder wird, ab. Aktuell gibt es in Deutschland rund 415 unterschiedliche Kfz-Zulassungsbezirke. Jeder Zulassungsbezirk wird im Rahmen der Kfz-Versicherung entsprechend einer jährlich erstellten regionalen Kfz-Schadensbilanz in eine der zwölf Regionalklassen für die Kfz-Haftpflicht, neun für die Teilkasko- und 16 für die Vollkaskoversicherung zugeordnet.

Jedes Jahr überprüft ein unabhängiger Treuhänder dafür die Kfz-Schadenverläufe der Zulassungsbezirke – diese werden unter anderem vom Fahrverhalten der Autofahrer, von der Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge und den örtlichen Straßenverhältnissen beeinflusst. Für die Kasko-Versicherung werden darüber hinaus örtliche Besonderheiten wie etwa Diebstahlhäufigkeit, Sturm- und Hagelschäden oder Anzahl der Wildunfälle berücksichtigt.

Auswirkungen auf die Kfz-Prämie

Auf Grundlage der regionalen Änderungen in den Schadenverläufen erfolgt die jährliche Neueinstufung der Zulassungsbezirke in die Regionalklassen, die für die Kfz-Versicherer jedoch unverbindlich ist. Je niedriger die Regionalkasse des Zulassungsbezirks, desto günstiger kann die Kfz-Prämie sein. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) betont, lässt sich jedoch über eine Veränderung bei der Regionalklasse alleine keine Aussage über die Entwicklung des gesamten Kfz-Versicherungsbeitrages treffen, da es noch diverse weitere Tarifmerkmale gibt.

Für die Prämienberechnung wird die Einstufung für Neuverträge sofort nach Bekanntgabe der neuen Regionalklassen-Zuordnungen und für bestehende Verträge zur nächsten Hauptfälligkeit, das ist in der Regel der 1. Januar des Folgejahres – aktuell also zum 1. Januar 2017 –, berücksichtigt. Vor Kurzem hat der GDV seine neue Regionalklassen-Statistik und die entsprechende Zuordnung der Zulassungsbezirke veröffentlicht. Aktuell gab es wie in den Vorjahren nur vergleichsweise wenige Umstufungen.

In der Kfz-Haftpflichtversicherung bleibt die Regionalklassen-Einstufung für über 70 Prozent, nämlich für 28,5 Millionen von 39,6 Millionen Autofahrer, die eine Kfz-Versicherung haben, unverändert. 4,8 Millionen Pkw-Halter- und Besitzer müssen zum 1. Januar 2017 mit einer Höherstufung rechnen. Bei knapp 6,3 Millionen Kfz-Haftpflichtversicherten reduziert sich die Kfz-Versicherungsprämie, weil ihr Zulassungsbezirk aktuell in eine niedrigere Regionalklasse eingruppiert wurde. Insgesamt werden elf der 415 Zulassungsbezirke um mehr als eine Klasse umgestuft.

Regionalklassen-Einstufung in der Kfz-Haftpflicht- Versicherung ...

Um jeweils zwei Klassen besser eingestuft wurden die drei bayerischen Kreise Dillingen/Donau (ab sofort beziehungsweise ab 2017 Regionalklasse sieben), Neustadt/Aisch-Bad Winsheim (nun Regionalklasse vier) und Schweinfurt (Stadt) (nun Regionalklasse zehn). Gleiches gilt auch für den rheinland-pfälzischen Kreis Zweibrücken (nun Regionalklasse sechs) sowie die thüringischen Kreise Hildburghausen (nun Regionalklasse drei) und Weimar (Stadt) (nun Regionalklasse vier).

Jeweils zwei Klassen schlechter fällt die Einstufung aus für die beiden bayerischen Zulassungsbezirke Ansbach (Stadt) (ab sofort beziehungsweise ab 2017 Regionalklasse neun) und Bamberg (Stadt) (nun Regionalklasse sechs), den nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh (nun Regionalklasse fünf) sowie die beiden niedersächsischen Kreise Cloppenburg (Regionalklasse fünf) und Wolfsburg (nun Regionalklasse sieben). Letztgenannte Stadt war bereits für dieses Jahr um zwei Regionalklassen schlechter eingestuft worden.

Angeführt von Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern sind 62 Bezirke in die niedrigste Regionalklasse eins eingestuft, darunter auch Schwerin, die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern. 15 Bezirke sind in die höchste Regionalklasse zwölf eingestuft, wobei Offenbach am Main die schlechteste Schadensbilanz aufweist. In Regionalklasse zwölf sind nach den GDV-Daten auch die vier Landeshauptstädte Hamburg, Berlin, Wiesbaden und München eingestuft.

... und der Voll- und Teil-Kaskoversicherung

In der Kaskoversicherung bleibt für etwa sechs von sieben Zulassungsbezirken alles beim Alten. Etwas mehr als die Hälfte der verbleibenden Bezirke erhielt eine bessere Einstufung. Veränderungen um mehr als eine Regionalklasse gab es dabei anders als in Haftpflicht weder in Voll- noch in Teilkasko. Die höchste (schlechteste) Schadensbilanz in der Vollkasko haben laut GDV die Zulassungsbezirke Ostallgäu, Garmisch-Partenkirchen, Kaufbeuren, Miesbach und Rottal/Inn (alle Bayern) sowie Berlin.

Angeführt vom Bezirk Wesermarsch (Niedersachsen) liegen insgesamt 42 Bezirke in der niedrigsten Regionalklasse eins, 22 davon liegen ebenfalls in Niedersachsen, elf weitere in Nordrhein-Westfalen. In der Teilkasko ist der Landkreis Ostallgäu in die Regionalklasse 15 eingestuft, Garmisch-Partenkirchen in Klasse 13. Die vier bayerischen Zulassungsbezirke Bamberg (Stadt), Coburg (Stadt) Erlangen, Würzburg (Stadt) sowie Münster sind in die niedrigste Teilkasko-Regionalklasse eins eingestuft.

Wer wissen will, in welche Regionalklasse sein Wohnort in der Kfz-Haftpflicht-, Voll- oder Teilkasko-Versicherung aktuell eingestuft ist beziehungsweise in 2017 sein wird, kann dies online unter www.gdv.de/regionalklassen-abfrage prüfen. Bei einer Änderung der Regionalklasse werden die Vertragskunden automatisch von ihrem Kfz-Versicherer informiert.

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