Gefährliche Ablenkung beim Autofahren

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(verpd) Eine Umfrage zeigt, dass während der Fahrt mehr als jeder sechste Autofahrer ohne Freisprecheinrichtung telefoniert und jeder fünfte sein Smartphone für sonstige Funktionen in die Hand nimmt. Und das, obwohl dies gesetzlich verboten ist, da bereits wenige Sekunden der Unkonzentriertheit genügen, um die Unfallgefahr um ein x-Faches zu erhöhen, wie der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) warnt.

Nach Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) ist ein Autofahrer, der nur zwei Sekunden während der Fahrt abgelenkt ist, selbst bei einer Geschwindigkeit von nur 50 km/h schon knapp 30 Meter im „Blindflug“ unterwegs.

Dennoch verzichtet nur jeder zweite Autofahrer bewusst auf das Telefonieren während einer Autofahrt. Zwar telefoniert zumindest jeder Dritte mit einer Freisprecheinrichtung, wie es gesetzlich auch erlaubt ist, doch immer noch nehmen 15,4 Prozent der Autofahrer während der Fahrt verbotenerweise ihr Handy oder Smartphone für ein Telefonat zur Hand. Das ergab eine repräsentative Umfrage des DVR.

Alleine das Telefonieren erhöht die Unfallgefahr um das Zwei- bis Fünffache

Eine andere Umfrage des Marktforschungs-Institutes Ipsos kam zum Ergebnis, dass jeder fünfte Autofahrer hierzulande ein mobiles Endgerät während der Fahrt zur Nutzung von sonstigen Funktionen, wie dem Schreiben von SMS und E-Mails, in die Hand nimmt. Bei den Autofahrern im Alter bis 35 Jahre waren es sogar 34 Prozent, bei den 35- bis 49-Jährigen 17 Prozent und bei den 50- bis 64-Jährigen immer noch acht Prozent.

Nach Angaben von Verkehrsexperten steigt das Unfallrisiko bereits durch das Telefonieren am Steuer um das Zwei- bis Fünffache, denn jedes Gespräch lenkt durch seine Inhalte und Intensität vom Verkehrsgeschehen ab. Wer verbotenerweise zudem ohne Freisprecheinrichtung telefoniert oder ein mobiles Endgerät für etwas anderes in die Hand nimmt, ist zusätzlich einer visuellen und motorischen Ablenkung ausgesetzt.

Wer ein mobiles Endgerät wie Handy, Smartphone oder PDA (Personal Digital Assistant) während der Fahrt ohne eine Freisprecheinrichtung benutzt und es dafür in die Hand nimmt, muss mit einem Bußgeld von 40 € Bußgeld und einem Punkt im Flensburger Verkehrszentralregister rechnen. Ab Mai wird das Bußgeld sogar auf 60 € erhöht. Nur wenn das Fahrzeug steht und bei Kraftfahrzeugen der Motor ausgeschaltet ist, darf der Fahrer das mobile Endgerät in die Hand nehmen, um zu telefonieren oder mittels einer Tastatur die Funktionen nutzen.

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