Auto, Rad, Regeln, Geänderte Verkehrsregeln und Bußgeldhöhen seit dem 1. April

Geänderte Verkehrsregeln und Bußgeldhöhen

 - 

(verpd) Nicht nur Autofahrer, sondern auch Radfahrer müssen sich seit dem 1.4.2013 auf eine neue Straßenverkehrsordnung (StVO) einstellen. Neben zahlreichen sprachlichen Anpassungen gibt es auch einige echte Neuerungen, die für mehr Klarheit sorgen.

Zum 1. April traten einige Neuerungen in der Straßenverkehrsordnung (StVO) in Kraft. Wichtig ist unter anderem die Konkretisierung zur Winterreifenpflicht. Bislang waren Autofahrer lediglich allgemein dazu verpflichtet waren, die Ausrüstung ihres Fahrzeugs den Witterungsverhältnissen anzupassen und insbesondere eine geeignete Bereifung zu benutzen.

Seit dem 1.4.2013 gilt, dass bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte nur mit Reifen gefahren werden darf, die den in der geltenden EU-Richtlinie beschriebenen Eigenschaften für Winterreifen entsprechen. Damit wird die Winterreifenpflicht so konkretisiert, dass für Autofahrer und Gerichte Klarheit herrscht.

Höheres Bußgeld

An Bahnübergängen gilt seit Inkrafttreten der Änderungen der StVO ein generelles Überholverbot zwischen dem ersten Gefahrenzeichen und dem Bahnübergang selbst. Auch auf übrige Gefahrenzeichen muss künftig anders reagiert werden.

Von Verkehrsteilnehmern wird künftig nicht nur eine erhöhte Aufmerksamkeit, sondern auch die Einhaltung einer der Gefahr entsprechenden angemessenen Geschwindigkeit erwartet. Bei Zuwiderhandlungen droht ein Bußgeld von 100 €.

Anders als in anderen Ländern werden Falschparker in Deutschland zwar auch seit 1.4.2013 immer noch relativ milde bestraft. Das Überschreiten der Höchstparkdauer wird trotz allem um jeweils fünf Euro teurer als bisher.

Änderungen für Radler und Inlineskater

Eine Reihe von Änderungen gibt es auch für Fahrradfahrer und Inlineskater. So müssen Radler zum Beispiel künftig 20 statt bisher 15 € zahlen, wenn sie einen Radweg in falsche Richtung befahren. Wer in Fußgängerzonen nicht absteigt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 30 € rechnen. In Fahrradstraßen gilt außerdem für alle Verkehrsteilnehmer eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.

Konkretisiert wurde auch die Bestimmung zur Beförderung von Kindern in Fahrradanhängern. Sie wird ausdrücklich erlaubt und zwar für bis zu zwei Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr. Das Zugfahrrad muss von einer Person gefahren werden, die mindestens 16 Jahre alt ist.

Inlineskater und Rollschuhfahrer dürfen ab 1. April weder die Fahrbahnen noch Radwege benutzen. Sie müssen vielmehr auf Gehwegen fahren – es sei denn, dass Radwege, Seitenstreifen oder Fahrbahnen durch ein Zusatzzeichen ausdrücklich für derartige Verkehrsteilnehmer freigegeben sind. Ein aktueller Bußgeldkatalog kann beim Kraftfahrt-Bundesamt als PDF-Datei kostenlos heruntergeladen werden.

Weitere News zum Thema

  • Verhängnisvolle Filmaufnahmen aus dem Auto

    [] Wer mit einer in seinem Auto angebrachten Kamera andere Verkehrsteilnehmer filmt, verstößt selbst dann gegen das Bundesdatenschutz-Gesetz, wenn dadurch ein Straftäter überführt wird. Er kann daher mit einer Geldbuße bestraft werden. Das hat das Amtsgericht München mit einem kürzlich veröffentlichten Urteil entschieden (Az. 1112 OWi 300 Js 121012/17). mehr

  • Den Weihnachtsbaum sicher mit dem Auto transportieren

    [] Schon bei der Auswahl des Christbaums sollte man auch daran denken, wie man ihn unbeschadet und gefahrlos nach Hause transportiert. Wer das gute Stück mit dem Auto befördern will, sollte unter anderem auch auf die passende Größe des Baumes achten, anderenfalls kann unter anderem ein Bußgeld drohen. mehr

  • Crash mit zugeschneitem Felsblock

    [] Der Betreiber eines Parkplatzes ist nicht dazu verpflichtet, große Steine oder Felsblöcke, die sich auf einer Grünanlage neben einer Parkbucht befinden, von Schnee zu räumen, damit sie von den Nutzern des Platzes besser wahrgenommen werden können. Das hat das Amtsgericht München mit einem veröffentlichten Urteil entschieden (Az. 161 C 22917/15). mehr

  • Kfz-Unfall: Video kontra Lügner

    [] (verpd) Aufzeichnungen von Kameras, die in Fahrtrichtung fest auf dem Armaturenbrett eines Autos installiert sind – sogenannte Dashcams – dürfen in der Regel in einem Zivilprozess verwertet werden. Das hat das Oberlandesgericht Nürnberg mit einem Hinweisbeschluss entschieden und damit ein Urteil des Landgerichts Regensburg bestätigt (Az. 13 U 851/17). mehr

  • Fahrerflucht: Hilfe für die Opfer

    [] (verpd) Wer bei einem Verkehrsunfall einen Schaden erlitten hat und diesen nicht beim Unfallverursacher geltend machen kann, weil dieser unerkannt geflüchtet ist oder keinen Versicherungsschutz hat, kann unter Umständen trotzdem eine Entschädigung erhalten. Ansprechpartner ist in solchen Fällen der Verein Verkehrsopferhilfe e.V. (VOH). Dies gilt auch, wenn ein Kfz-Fahrer vorsätzlich mit seinem Fahrzeug Personen- oder Sachschäden herbeiführt. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.