Falls der Neuwagen beschädigt wird

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Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden alleine in 2011 3,17 Millionen Pkws in Deutschland neu zugelassen. Das sind fast neun Prozent mehr als im Vorjahr. Der Preis für einen neuen Pkw liegt meist bei rund ein bis drei Jahresgehältern eines Durchschnittsverdieners. Da ist es für viele Käufer schmerzlich, wenn sie zum Beispiel nach einem selbst verschuldeten Unfall für den Schaden am eigenen Fahrzeug selbst aufkommen müssen oder nur einen Teil des Kaufpreises erstattet bekommen.

Wer fahrlässig einen Unfall verursacht, bei dem der eigene Neuwagen beschädigt wird, muss ohne den passenden Versicherungsschutz den eigenen Schaden selbst bezahlen. Gleiches gilt auch, wenn das Fahrzeug gestohlen wurde oder der Unfallverursacher nicht zur Haftung herangezogen werden kann, beispielsweise weil er unerkannt flüchtete.

Auch bei einem Schaden durch ein Naturereignis, wie bei einer Überschwemmung oder einem Sturm, bleibt der Pkw-Besitzer auf den Reparaturkosten sitzen, wenn er sich nicht dagegen abgesichert hat. Die Kfz-Haftpflichtversicherung kommt nämlich nur für Schäden auf, die mit dem versicherten Fahrzeug bei anderen verursacht wurden. Zudem lehnt sie unangemessene Schadensforderungen Dritter ab.

Der richtige Kaskoschutz

Grundsätzlich ist daher für jeden, der sich ein fabrikneues Fahrzeug beim Hersteller oder Händler kauft, eine Vollkasko-Versicherung empfehlenswert. Diese leistet nämlich bei Schäden am eigenen Fahrzeug, wenn sie vom Fahrer selbst fahrlässig verursacht wurden, und deckt Schäden durch Dritte ab, die nicht zum Schadenersatz herangezogen werden können. Zudem sind im Vollkasko-Schutz automatisch auch die in der Teilkasko-Versicherung abgesicherten Risiken enthalten.

Die Teilkasko-Versicherung tritt beispielsweise ein, wenn das eigene Fahrzeug bei Diebstahl, Brand, Hagel, Sturm, Überschwemmung sowie bei einem Unfall mit Haarwild beschädigt wurde oder Glasbruchschäden vorliegen.

Hohe Wertverluste bei Neuwagen

Bei vielen Kfz-Kaskotarifen wird bei einem Totalschaden oder beim Verlust des Pkws durch Diebstahl oft nur der Marktwert, also der Wert des Fahrzeugs zum Zeitpunkt des Unfalles, gezahlt. Allerdings verlieren Neufahrzeuge häufig bereits innerhalb eines Jahres zwischen 20 und 25 Prozent an Wert. Danach beträgt der Verlust in der Regel jährlich nochmals rund zehn Prozent oder mehr.

Nach einem selbst verschuldeten Unfall mit Totalschaden oder nachdem der Pkw gestohlen wurde, würde der Geschädigte trotz Kfz-Vollkasko-Versicherung nur noch den Marktwert erstattet bekommen. Das kann aufgrund des Wertverlustes gegenüber dem Kaufpreis zu erheblichen finanziellen Einbußen führen.

Rundumschutz

Neuwagenkäufer sollten daher darauf achten, dass in der Vollkasko-Versicherung eine sogenannte Neupreis- oder auch Neuwertklausel mit eingeschlossen ist. Je nach Vereinbarung wird dann der Neuwert nach einem Totalschaden oder im Falle eines Diebstahls, welcher sich bis zu sechs, zwölf oder auch 24 Monaten nach dem Kauf ereignet, erstattet.

Im Rahmen dieser Vertragsoption kann auch vereinbart werden, dass der Neupreis selbst dann erstattet wird, wenn die Reparaturkosten eines durch die Voll- oder Teilkaskorisiken beschädigten Neuwagens innerhalb der vereinbarten Zeitspanne einen gewissen Betrag, zum Beispiel 70 Prozent vom Neupreis, überschreiten.

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