Einige Pkw-Modelle werden in der Kfz-Versicherung günstiger

 - 

(verpd) Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hat vor Kurzem bekannt gegeben, dass rund 75 Prozent aller Pkw-Modelle eine gleichbleibende Schadenbilanz hinsichtlich Kfz-Haftpflichtschäden und etwa 50 Prozent bezüglich Voll- und Teilkaskoschäden vorweisen. Bei diesen Fahrzeugtypen wird die Typklasseneinstufung nicht verändert. Bei allen anderen mit einer schlechteren oder besseren Schadenstatistik ändern sich entsprechend die Einstufung der Typklasse und somit auch die Kfz-Prämie.

Jedes Jahr überprüft ein unabhängiger Treuhänder die Schadenverläufe der rund 24.000 Fahrzeugmodelle. Auf dieser Basis wird nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) eine Neueinstufung in die Typklassen vorgenommen, die für die Versicherer unverbindlich ist und ab sofort für Neuverträge und für bestehende Verträge zur Hauptfälligkeit angewendet werden kann. In der Regel ist dies der 1.1.2015, so der GDV.

Die Typklassen spiegeln nach Angaben des GDV „die Schaden- und Unfallbilanzen eines jeden in Deutschland zugelassenen Automodells wider“. Ein Modell wird in eine niedrigere Typklasse eingestuft, wenn mit diesem Autotyp weniger Schäden gegenüber den Vorjahren gemeldet und entschädigt wurden – und umgekehrt. In der Kaskoversicherung werden darüber hinaus örtliche Besonderheiten wie etwa Diebstahlhäufigkeit, Sturm- und Hagel- sowie Glasschäden, Fahrzeugbrände oder die Anzahl der Wildunfälle berücksichtigt.

Nur wenige Umstufungen in Kfz-Haftpflicht

Prinzipiell gibt es 16 Typklassen für die Kfz-Haftpflicht-, 25 für die Vollkasko- und 24 für die Teilkaskoversicherung. In diesem Jahr gab es nach GDV-Angaben nur wenige Umstufungen. In der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung bleibt nach Angaben des GDV bei der Typklasseneinstufung für knapp drei Viertel der Fahrzeuge alles beim Alten. Für rund jedes siebte Modell gab es eine Verschlechterung, für fast jedes achte eine Verbesserung.

Umstufungen um mehr als eine Klasse gab es nur in wenigen Fällen, teilte der GDV weiter mit. Als Beispiel für eine besonders große Verbesserung wird das Modell VW Golf VII (2.0 TDI (AU), 110 kW) angeführt, dass 2015 mit Typklasse 15 drei Klassen besser eingestuft wird als im Jahr zuvor. Um vier Klassen verschlechtert haben sich der Toyota GT (86 (ZN), 147 kW – Typklasse 21) sowie der Renault Clio/Capture (0.9 (R), 66 kW – Typklasse 20).

Gewinner und Verlierer in Vollkasko- ...

Deutlich höher lag der Anteil der Umstufungen in der Vollkaskoversicherung: Ein gutes Drittel der Modelle wurde dabei in eine niedrige Klasse eingestuft, während sich jedes zehnte Fahrzeug typklassenmäßig verschlechterte. Für etwas mehr als die Hälfte gab es keine Veränderung.

Um zwei Klassen besser wurden der Citroen C4 1.6(115 kW) von Typklasse 24 auf 22 sowie der Ford Mondeo FLH 1.6(92 kW) von Typklasse 21 auf 19 eingestuft. Im Gegensatz dazu verschlechterten sich der Toyota GT 86(147 kW) von Typklasse 27 auf 30 sowie der VW Beetle 1.2 TSI (77 kW) von Typklasse 18 auf 21 um jeweils drei Typklassen.

... und der Teilkasko-Versicherung

In der Teilkaskoversicherung gab es ebenfalls bei knapp der Hälfte der Fahrzeugmodelle eine Umstufung. Während gut jedes dritte Modell in eine bessere Klasse eingestuft wurde, war bei jedem achten Modell eine Verschlechterung zu verzeichnen. Um zwei Klassen besser wurden der Mercedes Viano 2.0 CDI (115 kW) von Typklasse 23 auf 21 sowie der BMW X 5 3.0 D (135 kW) von Typklasse 29 auf 27 eingestuft. Im Gegensatz dazu verschlechterten sich der Dacia Sandero 1,6(64 kW) von Typklasse 16 auf 20 sowie der Ford Ka 1,2 ( 51 kW) von Typklasse 16 auf 19.

Der GDV bietet im Internet ein Suchportal an, bei dem jeder selbst feststellen kann, in welche Typklasse sein Fahrzeug bisher eingestuft ist und welche Einstufung ab dem 1.10.2014 gilt. Hat man den Fahrzeugschein zur Hand, empfiehlt sich die sogenannte „Einfache Suche“, wenn nicht, kann man mithilfe der Automarke sowie der genauen Typbezeichnung, der Motorleistung und des Hubraums die jeweilige Typklasse mit der „Komplexen Suche“ ermitteln.

Weitere News zum Thema

  • Wenn Verkehrsschilder vom Schnee verdeckt werden

    [] (verpd) Während die Bedeutung einiger Verkehrsschilder schon alleine durch deren Form klar ist, ist dies bei anderen nicht so. Gerade diese Tatsache spielt eine große Rolle bei der Frage, wie sich ein Verkehrsteilnehmer zu verhalten hat, wenn er an ein Verkehrszeichen kommt, das von Schnee ganz oder zum überwiegenden Teil bedeckt ist. mehr

  • Kein Recht auf eisfreie Straßen

    [] (verpd) Auf öffentlichen Kreisstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften muss der Verkehrssicherungs-Pflichtige nur an besonders gefährlichen Stellen streuen, um der Gefahr einer Glatteisbildung vorzubeugen. Das hat das Oberlandesgericht Hamm mit einem veröffentlichten Urteil entschieden (Az. 11 U 121/15). mehr

  • Versicherungsprämien durch Selbstbehalt senken

    [] (verpd) Es gibt zahlreiche Versicherungsarten, bei denen die Versicherer dem Versicherungskunden eine Selbstbeteiligung beziehungsweise einen Selbstbehalt anbieten. Vereinbart der Kunde einen derartigen Selbstbehalt, trägt er im Schadenfall einen festgelegten und im Vergleich zum möglichen Risiko in der Regel niedrigen Betrag am Schaden selbst. Dafür jedoch ist die Versicherungsprämie um einiges niedriger als ohne einen vereinbarten Selbstbehalt. mehr

  • Keine höhere Kfz-Versicherungsprämie wegen Bagatellschäden

    [] (verpd) Ein selbst verschuldeter Autounfall ist doppelt ärgerlich. Zum einen muss man für den eigenen Schaden am Pkw ohne vorhandene Vollkaskoversicherung selbst aufkommen. Zum anderen steigt die Kfz-Prämie im nächsten Jahr, wenn die Kfz-Versicherung den Schaden des Unfallgegners begleichen musste und sich die Schadenfreiheitsklasse deswegen verschlechterte. Doch bei Bagatellschäden kann man Letzteres unter Umständen verhindern. mehr

  • Vorsicht beim Rückwärtsfahren auf Parkplätzen

    [] (verpd) Kommt es beim Rückwärtsausparken zweier Fahrzeuge auf einem Parkplatz zu einem Unfall, so trifft denjenigen, dessen Fahrzeug zum Zeitpunkt des Zusammenpralls gestanden hat, in der Regel ein nur geringes Verschulden. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Dortmund hervor (Az. 425 C 434/16). mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.