Ein Muss: Neues Kennzeichen für das Kleinkraftrad

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(verpd) Jedes Jahr müssen Mofa-, Moped- und andere Kleinkraftradbesitzer ihr Versicherungs-Kennzeichen am 1. März austauschen, um den gesetzlich vorgeschriebenen Versicherungsschutz nachweisen zu können. Ab diesem Zeitpunkt muss das bisherige blau-weiße durch das neue grün-weiße Versicherungs-Kennzeichen ausgewechselt werden.

Für Autos und Motorräder, aber auch für Kleinkrafträder ist eine Kfz-Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Während man für einen Pkw oder ein Motorrad den Versicherungsschutz bereits bei der gesetzlich notwendigen Zulassung auf der Zulassungsstelle nachweisen muss, gibt es für Kleinkrafträder wie Mofas, Mopeds und Quads keine Zulassungspflicht. So ist es in Paragraf 3 FZV (Fahrzeug-Zulassungsverordnung) geregelt.

Dass die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung besteht, muss hier jedoch durch ein gültiges Versicherungs-Kennzeichen nachgewiesen werden.

Von Blau zu Grün

Für alle Kleinkrafträder beginnt der Versicherungsschutz jedes Jahr frühestens zum 1. März und läuft spätestens ein Jahr später am 28. oder wie in diesem Jahr, also bei Schaltjahren, am 29. Februar ab. Entsprechend gilt das Versicherungs-Kennzeichen maximal zwölf Monate und muss jährlich zum 1. März erneuert werden. Ob der Versicherungsschutz besteht, erkennt man bereits an der Farbe des Nummernschildes, denn jedes Jahr ändert sich die Kennzeichenfarbe: Die Schrift ist abwechselnd blau, grün oder schwarz auf weißem Untergrund.

Im Versicherungsjahr 2016/2017 gilt eine grüne Schrift auf weißem Hintergrund. Die bisherigen blau-weißen Kennzeichen verlieren ab dem 1.3.2016 ihre Gültigkeit. Das heißt, wer ab dem 1. März noch mit einem blau-weißen Kennzeichen fährt, hat keinen Kfz-Haftpflicht-Versicherungsschutz und macht sich strafbar. Die neuen Versicherungs-Kennzeichen sind bei der Kfz-Versicherungs-Gesellschaft beziehungsweise beim Versicherungsfachmann erhältlich.

Kleinkrafträder und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge

Zu den Fahrzeugen, die ein Versicherungs-Kennzeichen führen müssen, zählen Kleinkrafträder gemäß Paragraf 2 Nummer 11 FZV (Fahrzeug-Zulassungsverordnung) und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge entsprechend dem Paragraf 2 Nummer 12 FZV. Im Detail zählen dazu unter anderem Mofas, Mopeds, Mokicks und Roller, aber auch Quads, Fahrräder mit Hilfsmotor, Minicars und Trikes, die höchstens 50 Kubikzentimeter Hubraum aufweisen und nicht schneller als 45 Stundenkilometer fahren dürfen.

Ein Versicherungs-Kennzeichen muss zudem auf Segways und anderen Elektrofahrzeugen mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 20 Stundenkilometern sowie auf E-Rollern, die bis maximal 45 Stundenkilometer ausgelegt sind, und auf motorisierten Krankenfahrstühlen angebracht sein. Außerdem benötigen Elektrofahrräder, die eine Tretunterstützung ab einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern oder eine tretunabhängige Motorunterstützung ab sechs bis maximal 45 Stundenkilometer haben, ebenfalls ein Versicherungs-Kennzeichen.

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