Die passende Absicherung für das neue Auto

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(verpd) Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden 2014 3,04 Millionen Pkws in Deutschland neu zugelassen, 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Preis für ein neues Auto liegt etwa bei rund ein bis drei Jahresgehältern eines Durchschnittsverdieners. Für viele Käufer wäre es daher schmerzlich, wenn sie zum Beispiel nach einem selbst verschuldeten Unfall für den Schaden am eigenen Fahrzeug selbst aufkommen müssen oder nur einen Teil des Kaufpreises erstattet bekommen.

Ein kurzer unaufmerksamer Moment genügt, um einen Unfall zu verursachen. Wer dabei sein Auto beschädigt, muss ohne den passenden Versicherungsschutz für den eigenen Schaden selbst aufkommen. Gleiches gilt, wenn das Fahrzeug gestohlen wurde oder der Unfallverursacher nicht zur Haftung herangezogen werden kann, beispielsweise weil er unerkannt flüchtete.

Auch bei einem Schaden durch ein Naturereignis, wie bei einer Überschwemmung oder einem Sturm, bleibt der Pkw-Besitzer auf den Reparaturkosten sitzen, wenn er sich nicht dagegen abgesichert hat. Die Kfz-Haftpflichtversicherung kommt nämlich nur für Schäden auf, die man mit dem versicherten Fahrzeug bei anderen verursacht hat. Außerdem lehnt sie unangemessene Schadensforderungen Dritter ab.

Wann eine Vollkasko-Versicherung sinnvoll ist

Grundsätzlich ist daher für jeden, der ein fabrikneues oder auch teures gebrauchtes Fahrzeug besitzt, oder der nach einem Totalschaden aus finanziellen Gründen kein vergleichbares Fahrzeug kaufen könnte, eine Vollkasko-Versicherung empfehlenswert. Diese leistet nämlich bei Schäden am eigenen Fahrzeug, wenn sie vom Fahrer selbst fahrlässig verursacht wurden, und deckt Schäden durch Dritte ab, die nicht zum Schadenersatz herangezogen werden können.

Zudem sind im Vollkasko-Schutz automatisch auch die in der Teilkasko-Versicherung abgesicherten Risiken, wie Beschädigungen durch Diebstahl, Brand, Hagel, Sturm, Überschwemmung sowie durch einen Unfall mit Haarwild oder Glasbruchschäden enthalten.

Unterschied zwischen Neu- und Marktwert

Bei vielen Kfz-Kaskotarifen wird bei einem Totalschaden oder bei Verlust des Pkws durch Diebstahl oft nur der Marktwert, also der Wert des Fahrzeugs zum Zeitpunkt des Unfalles gezahlt. Allerdings verlieren Neufahrzeuge häufig bereits innerhalb eines Jahres zwischen 20 und 25 Prozent an Wert. Danach beträgt der Verlust in der Regel jährlich nochmals rund zehn Prozent oder mehr.

Nach einem selbst verschuldeten Unfall mit Totalschaden oder nachdem der Pkw gestohlen wurde, würde der Geschädigte den Marktwert erstattet bekommen, was aufgrund des Wertverlustes gegenüber dem Kaufpreis erhebliche finanzielle Einbußen mit sich bringt.

Rund-um-Schutz für den Neuwagen

Wer einen fabrikneuen Wagen besitzt, sollte daher darauf achten, dass in der Vollkasko-Versicherung eine sogenannte Neupreis- oder auch Neuwertklausel mit eingeschlossen ist. Je nach Vereinbarung wird dann der Neuwert nach einem Totalschaden oder im Falle eines Diebstahls, welcher sich bis zu sechs, zwölf oder auch 24 Monate nach dem Kauf ereignet, erstattet.

Zum Teil kann vereinbart werden, dass der Neupreis auch erstattet wird, wenn die Reparaturkosten eines durch ein Voll- oder Teilkaskorisiko beschädigten Neuwagens innerhalb der vereinbarten Zeitspanne einen gewissen Betrag, zum Beispiel 70 oder 80 Prozent vom Neupreis, überschreiten.

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