Die Hauptverursacher von Verkehrsunfällen

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(verpd) Das vergangene Jahr war das unfallreichste seit 1990. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts ereigneten sich in Deutschland 2,4 Millionen Verkehrsunfälle.

Doch die Deutschen sind immer sicherer unterwegs: Trotz der gestiegenen Unfallzahlen ging sowohl die Zahl der Verletzten als auch die Anzahl der Toten im Vergleich zum Vorjahr zurück. Allerdings gibt es bestimmte Straßenarten, auf denen häufig schwere Unfälle passieren.

Letztes Jahr war das unfallreichste Jahr seit der Wiedervereinigung Deutschlands, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) bei der Vorstellung der endgültigen Unfallstatistik des Jahres 2013 vor Kurzem mitteilte. Demnach erfasste die Polizei bundesweit rund 2,4 Millionen Straßenverkehrsunfälle, 0,5 Prozent mehr als im Jahr 2012. Doch trotz der gestiegenen Zahl an Unfällen starben 2013 so wenig Menschen wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 1953.

Insgesamt registrierte die Polizei 2013 rund 2,4 Millionen Unfälle (plus 0,5 Prozent). Darunter waren 2,1 Millionen Sachschadenunfälle (plus 1,0 Prozent). Die Zahl der Unfälle mit Personenschäden ging der Verkehrsstatistik zufolge um 2,8 Prozent auf 291.105 zurück. Insgesamt gab es 3.339 Unfalltote, das waren 261 Personen oder 7,3 Prozent weniger als im Jahr davor.

Die meisten Unfallopfer gibt es auf Landstraßen

„Im Vergleich zum bisher schwärzesten Jahr der Unfallstatistik 1970 mit 21.332 Todesopfern ist das sogar ein Rückgang um über 80 Prozent. Dennoch kamen im Straßenverkehr 2013 durchschnittlich neun Menschen täglich ums Leben“, erklärte Destatis. EU-weit sterben täglich 70 Menschen im Straßenverkehr. Auch die Zahl der Verletzten war 2013 rückläufig. Sie ging um 3,4 Prozent bei den Schwer- und um 2,5 Prozent bei den Leichtverletzten zurück.

Die meisten Verkehrsteilnehmer (57,9 Prozent) kamen auf Landstraßen außerhalb von Ortschaften ums Leben. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Zahl der Getöteten auf Autobahnen zu (plus 10,6 Prozent), während es auf Landstraßen (minus 10,1 Prozent) und innerhalb von Ortschaften (minus 8,0 Prozent) weniger Todesopfer zu beklagen gab. Grund sei vor allem die höhere Geschwindigkeit außerhalb von Ortschaften, so die Statistiker.

Senioren und junge Erwachsene besonders gefährdet

Fast jeder dritte Verkehrstote (29,9 Prozent) des vergangenen Jahres war mindestens 65 Jahre alt. Das waren 0,5 Prozent oder fünf Personen mehr als noch in 2012. In allen anderen Altersgruppen gab es weniger Todesopfer zu beklagen. Einen besonders großen Rückgang gab es der Statistik zufolge bei den Jugendlichen: Die Zahl der Todesopfer im Alter von 15 bis 17 Jahren ging um 21,2 Prozent auf 89 zurück. Auch die Zahl der tödlich verunglückten Kinder bis 14 Jahren (minus 20,5 Prozent auf 58) und der 18- bis 24-Jährigen (minus 19,3 Prozent auf 493) sank gegenüber dem Vorjahr sehr stark.

„Trotz dieser erfreulichen Entwicklung bei den 18- bis 24-Jährigen hat diese Gruppe bezogen auf die Bevölkerung immer noch das höchste Tötungsrisiko im Straßenverkehr“, kommentierte die Destatis. „Im Jahr 2013 waren es 77 getötete junge Erwachsene je eine Million Personen dieser Altersgruppe. Das zweithöchste Risiko bestand für Senioren (60 Getötete je eine Million Personen ab 65 Jahre).“

Wie das Alter und das Unfallrisiko zusammenhängen

Nur 34,4 Prozent aller Beteiligten von Unfällen mit Personenschaden waren Frauen. Eine Auswertung der Hauptverursacher ergab zudem, dass 15,4 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden von jungen Pkw-Fahrern im Alter zwischen 18 und 24 Jahren verursacht wurden. „Nur 10,1 Prozent der Unfälle wurden von Pkw-Fahrern, die 65 Jahre oder älter waren, verursacht“, so die Statistiker.

Es zeige sich laut Destatis jedoch eine deutliche Altersabhängigkeit der Fahrqualität: So wurden mehr als zwei Drittel (71,1 Prozent) der unfallbeteiligten Pkw-Fahrer im Alter von 18 bis 20 Jahren als Hauptverursacher eingestuft. Besonders hoch war der Anteil bei den Senioren, die mindestens 75 Jahre alt waren. Mehr als drei Viertel (75,5 Prozent) der Pkw-Fahrer dieser Altersgruppe trugen die Hauptschuld an dem Unfall, an dem sie beteiligt waren.

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