Die häufigsten Fahrfehler junger Leute

 - 

(verpd) Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben junge Erwachsene das höchste Unfallrisiko von allen Altersgruppen. So war letztes Jahr von allen bei Verkehrsunfällen Verletzten jeder sechste 18 bis 24 Jahre alt, während insgesamt nur jeder dreizehnte Verkehrsteilnehmer in diese Altersgruppe fiel. Einige Fahrfehler von jungen Pkw-Fahrern, die bei Verkehrsunfällen festgestellt wurde, traten besonders oft auf.

Wie aus einer aktuellen Verkehrsunfallstatistik des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervorgeht, verunglückten letztes Jahr 65.908 junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 24 Jahre im Straßenverkehr. Im Detail wurden 55.512 Personen dieser Altersgruppe leicht und 9.961 schwer verletzt. 435 junge Erwachsene kamen bei einem Verkehrsunfall ums Leben.

Auch wenn insgesamt die Anzahl der verunglückten 18- bis 24-jährigen Verkehrsteilnehmer tendenziell rückläufig ist und in 2016 den niedrigsten Stand erreicht hat, haben junge Erwachsene im Vergleich zu allen Altersgruppen immer noch das höchste Unfallrisiko im Straßenverkehr. Während nämlich nur 7,7 Prozent aller Verkehrsteilnehmer 18 bis 24 Jahre alt waren, betrug der Anteil der bei einem Verkehrsunfall Verletzten in diesem Alter 16,5 Prozent und war damit mehr als doppelt so hoch. Von allen bei Verkehrsunfällen Getöteten waren 13,5 Prozent junge Erwachsene.

Erstellen Sie schnell, leicht verständlich und mit maximaler Steuererstattung Ihre Steuererklärung 2016 mit der SteuerSparErklärung 2017 für Windows.

Ein hoher Anteil der Unfallverursacher sind junge Leute

Ein Großteil der verunglückten 18- bis 24-Jährigen, nämlich 45.863 Personen oder 69,6 Prozent, verunfallten als Pkw-Fahrer oder -Beifahrer. Im Detail saßen 33.896 selbst am Steuer und 11.967 waren Mitfahrer.

Wie aus den Daten von Destatis weiter hervorgeht, trifft bei jedem fünften der rund 211.000 Pkw-Unfälle, die durch einen Pkw-Fahrer verursacht und bei dem mindestens eine Person verletzt wurde, ein junger Autofahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren die Hauptschuld.

Betrachtet man nur den Anteil der 41.000 Hauptverursacher, die 18 bis 24 Jahre alt waren, zu allen 62.796 Unfallbeteiligten der gleichen Altersgruppe, lag dieser in 2016 sogar bei 65,3 Prozent bei den Unfällen mit Personenschäden. Noch höher ist der Anteil mit 69,9 Prozent der 18- bis 20-jährigen Fahranfänger, die für solche Unfälle die Hauptschuld trugen, im Vergleich zu allen Unfallbeteiligten in dieser Altersgruppe.

Schnell und einfach zur Steuererklärung 2016 mit der SteuerSparErklärung 2017 für Mac OS X.

Unfallrisiko Nummer eins: Überhöhte Geschwindigkeit

Auch die häufigsten Fahrfehler, die 2016 durch junge Leute verursacht wurden und zu Unfällen führten, wurden von der Destatis analysiert. "Von den 50.252 Unfallursachen, die die Polizei den jungen Pkw-Fahrern anlastete, stand die ‚nicht angepasste Geschwindigkeit‘ nach wie vor an der Spitze", wie die Destatis erläutert.

So fuhr fast jeder fünfte unfallbeteiligte 24- bis 18-jährige Pkw-Fahrer (17,6 Prozent) zu schnell – bei den tödlichen Verkehrsunfällen war der Anteil mit 41,7 Prozent sogar fast dreimal so hoch.

Fast jeder siebte Unfallbeteiligte dieser Altersgruppe hatte bei den Unfällen mit Personenschäden einen zu geringen Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern und jeder Zehnte missachtete die Vorfahrt oder den Vorrang. Ebenfalls jedem zehnten unfallbeteiligten Pkw-Fahrer im Alter zwischen 18 und 24 Jahre unterlief ein Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren.

Aktuelle Tipps zum flexiblen Renteneintritt geben Experten in unserem praxisorientierten Ratgeber Die Flexi-Rente: Neue Chancen für Rentenversicherte und Rentner.

Wie sich solche und andere Fahrfehler vermeiden lassen,

Verkehrssicherheits-Experten raten nicht nur jungen Fahrern, sich mit dem Thema Sicherheit auseinandersetzen, um ihr Unfallrisiko zu minimieren. Entsprechende, zum Teil kostenlose Verkehrssicherheits-Programme unterschiedlicher Organisationen sind im Webportal www.verkehrssicherheitsprogramme.de des Deutschen Verkehrssicherheitsrats e.V. (DVR) aufgelistet.

Insbesondere spezielle Fahrsicherheits-Trainings verdeutlichen jungen, aber auch älteren Fahrern eindrucksvoll, welche Auswirkungen beispielsweise eine überhöhte Geschwindigkeit, eine Ablenkung – zum Beispiel durch den Blick auf ein Handy – oder auch ein erhöhter Alkoholspiegel haben können. Zudem wird hier gezeigt, wie man sich in Extremsituationen, zum Beispiel, wenn ein Reh auf die Straße läuft, verhalten sollte.

Solche Fahrsicherheits-Trainings bieten unter anderem diverse Automobilclubs wie der ADAC e.V. und der Auto Club Europa e.V. (ACE) sowie auch andere Organisationen wie die Deutsche Verkehrswacht e.V. an – weitere Anbieter sind beim DVR online abrufbar.

Die wichtigsten Fragen zum Thema "Pflege" beantworten Praxisexperten in unserem aktuellen Ratgeber Der Pflegefall droht: Entscheidungen treffen, Vermögen schützen und Ansprüche durchsetzen.

Weitere News zum Thema

  • Verhängnisvolle Filmaufnahmen aus dem Auto

    [] Wer mit einer in seinem Auto angebrachten Kamera andere Verkehrsteilnehmer filmt, verstößt selbst dann gegen das Bundesdatenschutz-Gesetz, wenn dadurch ein Straftäter überführt wird. Er kann daher mit einer Geldbuße bestraft werden. Das hat das Amtsgericht München mit einem kürzlich veröffentlichten Urteil entschieden (Az. 1112 OWi 300 Js 121012/17). mehr

  • Den Weihnachtsbaum sicher mit dem Auto transportieren

    [] Schon bei der Auswahl des Christbaums sollte man auch daran denken, wie man ihn unbeschadet und gefahrlos nach Hause transportiert. Wer das gute Stück mit dem Auto befördern will, sollte unter anderem auch auf die passende Größe des Baumes achten, anderenfalls kann unter anderem ein Bußgeld drohen. mehr

  • Crash mit zugeschneitem Felsblock

    [] Der Betreiber eines Parkplatzes ist nicht dazu verpflichtet, große Steine oder Felsblöcke, die sich auf einer Grünanlage neben einer Parkbucht befinden, von Schnee zu räumen, damit sie von den Nutzern des Platzes besser wahrgenommen werden können. Das hat das Amtsgericht München mit einem veröffentlichten Urteil entschieden (Az. 161 C 22917/15). mehr

  • Kfz-Unfall: Video kontra Lügner

    [] (verpd) Aufzeichnungen von Kameras, die in Fahrtrichtung fest auf dem Armaturenbrett eines Autos installiert sind – sogenannte Dashcams – dürfen in der Regel in einem Zivilprozess verwertet werden. Das hat das Oberlandesgericht Nürnberg mit einem Hinweisbeschluss entschieden und damit ein Urteil des Landgerichts Regensburg bestätigt (Az. 13 U 851/17). mehr

  • Fahrerflucht: Hilfe für die Opfer

    [] (verpd) Wer bei einem Verkehrsunfall einen Schaden erlitten hat und diesen nicht beim Unfallverursacher geltend machen kann, weil dieser unerkannt geflüchtet ist oder keinen Versicherungsschutz hat, kann unter Umständen trotzdem eine Entschädigung erhalten. Ansprechpartner ist in solchen Fällen der Verein Verkehrsopferhilfe e.V. (VOH). Dies gilt auch, wenn ein Kfz-Fahrer vorsätzlich mit seinem Fahrzeug Personen- oder Sachschäden herbeiführt. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.