Den Weihnachtsbaum sicher mit dem Auto transportieren

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Schon bei der Auswahl des Christbaums sollte man auch daran denken, wie man ihn unbeschadet und gefahrlos nach Hause transportiert. Wer das gute Stück mit dem Auto befördern will, sollte unter anderem auch auf die passende Größe des Baumes achten, anderenfalls kann unter anderem ein Bußgeld drohen.

Jeder, der seinen Weihnachtsbaum persönlich mit dem Auto nach Hause fahren will, muss darauf achten, dass er beim Transport die rechtlichen Vorgaben der Straßenverkehrsordnung (StVO) einhält. Anderenfalls droht ein Bußgeld von bis zu 75 Euro und die Eintragung eines Punktes im Flensburger Fahreignungsregister (FAER).

Am einfachsten und sichersten ist die Beförderung, wenn der Baum so klein ist, dass er ins Wageninnere passt. Doch egal, ob er im Kofferraum, auf der Rücksitzbank oder auf dem umgelegten Beifahrersitz transportiert wird, der Baum muss gemäß Paragraf 22 StVO so gesichert sein, dass er bei einem Brems- oder Ausweichmanöver nicht verrutschen, umherrollen oder umfallen kann. Damit soll sichergestellt werden, dass die Ladung weder die Insassen noch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet.

Laut Paragraf 23 StVO darf auch die Sicht des Fahrers durch die Ladung weder nach vorn noch zu den Seiten- und Rückspiegeln beeinträchtigt sein.

Wenn der Baum zu lang ist, um ihn im Auto zu transportieren

Wer einen größeren Baum benötigt, kann diesen zwar mit geöffnetem Kofferraum transportieren und einen Teil des Baums nach hinten aus dem Auto ragen lassen, doch auch hier muss die Ladung rutschsicher verstaut sein. Zudem gibt es in diesem Fall eine Längenbeschränkung.

Nach Paragraf 22 StVO darf der Baum nämlich höchstens bis zu 1,5 Meter, bei Wegstrecken bis 100 Kilometer bis drei Meter über das Fahrzeug hinausragen. Bei einem Überstand von mehr als einem Meter ist das vom Auto am weitesten entfernte Baumende zudem mit einem 30 mal 30 Zentimeter großen roten Warnfähnchen oder -schild oder bei Dunkelheit mit einer roten Lampe zu versehen.

Des Weiteren dürfen der Baum beziehungsweise dessen Zweige beim Transport weder das Autokennzeichen noch die Rückleuchten verdecken. Eine während des Transports geöffnete Heckklappe ist so zu fixieren, dass sie sich während der Fahrt nicht komplett öffnen kann. Zur Sicherheit der Insassen sollte man während der Fahrt die Seitenfenster einen Spalt öffnen, da anderenfalls die Gefahr besteht, dass bei einer geöffneten Heckklappe Abgase in das Wageninnere gelangen und dadurch eine Kohlenmonoxid-Vergiftung droht. Mit einer ausgelegten Folie oder einer Wolldecke kann das Fahrzeuginnere vor Schmutz und abgefallenen Tannennadeln geschützt werden.

Beförderung per Anhänger oder auf dem Autodach

Wird zum Baumtransport ein Anhänger verwendet, muss auch hier der Baum gegen das Verrutschen auf der Ladefläche gesichert werden. Ragt der Baum nach hinten über den Anhänger, gelten die gleichen Vorschriften hinsichtlich der Längenbeschränkung und der Kennzeichnung mit einem roten Warnschild oder roten Lampe wie beim Transport mit dem Auto mit einem geöffneten Kofferraum.

Wer den Baum auf dem Autodach transportieren möchte, muss einen zugelassenen Gepäckträger verwenden. Eine Beförderung direkt auf dem Autodach ist nicht zulässig. Zur vorgeschriebenen rutschfesten Fixierung des Baums auf dem Gepäckträger sollten reißfeste Spanngurte und aus Sicherheitsgründen keine elastischen Expander oder Gummibänder verwendet werden. Der Baum beziehungsweise herunterhängende Zweige dürfen weder die Sicht des Fahrers beeinträchtigen noch die Blinker, das Kennzeichen und die Kfz-Rücklichter verdecken.

Gemäß Paragraf 22 StVO darf das Fahrzeug zusammen mit dem beladenen Baum nicht breiter als 2,55 Meter und nicht höher als vier Meter sein. Ist der Pkw inklusive des Baumes unter 2,50 Meter hoch, darf die Ladung nicht nach vorne über das Fahrzeug hinausragen. Ist das Fahrzeug mit Ladung höher, darf der Überstand nach vorne maximal 50 Zentimeter betragen. Damit der Baum möglichst unbeschadet ankommt, empfiehlt es sich, ihn so zu befestigen, dass die Baumspitze nach hinten zeigt. Anderenfalls könnte der Fahrtwind sich in den Ästen verfangen und Zweige abreißen.

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