Damit Fahranfänger sicher ankommen

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(verpd) Falsche Situationseinschätzung, nicht angepasste Geschwindigkeit, mangelnde Fahrpraxis – Fahranfänger haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes das höchste Unfallrisiko. Mit einem Fahrsicherheits-Training können Führerscheinneulinge dies jedoch deutlich senken.

2012 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes über 72.000 18- bis 24-Jährige bei einem Verkehrsunfall verletzt und 611 getötet. Alleine 70,8 Prozent davon verunglückten als Pkw-Insassen, nämlich mehr als 37.400 als Fahrer und über 13.600 als Mitfahrer.

Insbesondere Fehler beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren, Ein- und Anfahren, die Missachtung einer Vorfahrt sowie eine nicht angepasste Geschwindigkeit sind die häufigsten Unfallursachen. Viele der Fehler sind auf mangelnde Fahrpraxis zurückzuführen.

Sicheres Fahren trainieren

Das Unfallrisiko in der Altersgruppe bis 24 Jahre könnte nach Einschätzung von Verkehrssicherheits-Experten dauerhaft gesenkt werden, wenn sich unerfahrene Autofahrer mit dem Thema Sicherheit auseinandersetzen und lernen, verantwortungsvoll mit dem Fahrzeug umzugehen.

Dementsprechend bieten diverse Automobilclubs wie der ADAC e.V. und der Auto Club Europa e.V. (ACE) unter anderem für junge Fahrer spezielle Fahrsicherheits-Trainings an. Ziel dabei ist es, die Reaktion von Fahranfängern bei gefährlichen Situationen zu verbessern und so die Unfallzahlen zu senken.

Solche Angebote gibt es auch bei Organisationen wie der Deutschen Verkehrswacht e.V., bei Kfz-Herstellern und bei Autoversicherern. Eine Liste der Anbieter kann beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat abgerufen werden.

In Extremsituationen richtig handeln

Unter anderem wird bei den Trainings auf prägende Ereignisse gesetzt – wie etwa bei einer Geschwindigkeit von 50 Kilometer pro Stunde auf regennasser Fahrbahn von der Straße zu rutschen. Fahranfänger erleben so, wie schwer es unter solchen Bedingungen ist, ein Fahrzeug zu kontrollieren, und werden diese Erfahrung auch nicht so schnell wieder vergessen.

Passend dazu wird die Fahrzeugbeherrschung in Extremsituationen trainiert. Dazu gehört unter anderem das schnelle Reagieren in einem Hindernisparcours oder das Abfangen eines ausgebrochenen Autos auf einer Hydraulikplatte.

Mit einem Sicherheitsfahrtraining lässt sich oftmals auch Geld sparen: Einige Kfz-Versicherer belohnen ein absolviertes Training nämlich mit Prämienrabatten.

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