Sozialversicherungswerte 2018

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Im Jahr 2018 steigen die Sozialabgaben in Westdeutschland für Bruttomonatsgehälter ab 6.500 € um 24,78 € (+2,22 %) gegenüber dem Jahr 2017, und zwar auf 1.136,80 € pro Monat (2017: 1.112,02 € pro Monat).

In Ostdeutschland steigen die Sozialabgaben im Jahr 2018 ab einem Monatsverdienst von 5.800 € brutto auf maximal 1.061,16 € pro Monat (2017: 1.041,49 € pro Monat). Das sind 19,67 € monatlich mehr (plus 1,89 %).

Höhere Beitragsbemessungsgrenzen ab 1.1.2018

Beitragsbemessungsgrenzen

Alte Bundesländer

Neue Bundesländer

Monat

Jahr

Monat

Jahr

allgemeine Rentenversicherung

6.500 €

78.000 €

5.800 €

69.600 €

knappschaftliche Rentenversicherung

8.000 €

96.000 €

7.150 €

85.800 €

Arbeitslosenversicherung

6.500 €

78.000 €

5.800 €

69.600 €

Kranken- und Pflegeversicherung

4.425 €

53.100 €

4.425 €

53.100 €

In den alten Bundesländern steigt der Grenzwert für das rentenversicherungspflichtige Monatsbruttoeinkommen wie im Vorjahr um 150 € auf 6.500 € brutto. Das entspricht einem Bruttojahreseinkommen von 78.000 €.

In den neuen Bundesländern werden die Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung um 100 € auf 5.800 € angehoben. Damit sind bis zu einem Jahreseinkommen von 69.600 € Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zu leisten.

Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung sinkt auf 18,6 Prozent (Knappschaft: 24,7 %).

Die Beitragsbemessungsgrenze zur Arbeitslosenversicherung steigt im Westen auf ebenfalls 6.500 €, im Osten auf 5.800 €. Der Beitragssatz bleibt bundesweit bei 3,0 % des Bruttogehalts.

Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird zum 1.1.2017 um 900 € auf 53.100 € erhöht. In der Pflegepflichtversicherung (PKV) gilt dieselbe Beitragsbemessungsgrenze wie in der GKV.

Die seit dem 1.1.2015 von den GKV-Kassen wieder individuell festgesetzten Beiträge sind dann bis zu einem Bruttoeinkommen von monatlich 4.425 € zu entrichten. Seither gilt in der GKV ein allgemein paritätisch finanzierter Beitragssatz von 14,6 Prozent, wobei die Kassen Zusatzbeiträge erheben dürfen. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag sinkt auf 1,0 %. Diesen müssen die Arbeitnehmer allein tragen.

Die bundeseinheitlich geltende Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird im Jahr 2018 auf 59.400 € angehoben. Somit ist der Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) erst ab einem monatlichen Bruttoeinkommen von über 4.950 € möglich.

Der Beitragssatz zur Pflegepflichtversicherung bleibt im Jahr 2018 bei 2,55 % des Bruttogehalts. Die Hälfte davon zahlen die Arbeitgeber (1,175 %). Rentner tragen den vollen Pflegebeitrag alleine. Kinderlose zahlen ab ihrem 23. Lebensjahr zusätzlich 0,25 % ihres Bruttogehalts, und zwar ohne Beteiligung des Arbeitgebers.

Die Bezugsgröße zur Sozialversicherung steigt auf 3.045 € (2017: 2.975 €), was einem Jahreswert von 36.540 € entspricht. In den neuen Ländern steigt dieser Wert auf 2.695 € (Vorjahr: 2.660 €) oder 32.340 € im Jahr.

Beispiel:

Maximaler Arbeitnehmeranteil der monatlichen Höchstbeiträge zur Sozialversicherung (alte Bundesländer) im Jahr 2018

Rentenversicherung: 6.500 € x 9,3 % = 604,50 € (2017: 593,73 €)

Arbeitslosenversicherung: 6.500 € x 1,5 % = 97,50 € (2017: 95,25 €)

Krankenversicherung: 4.425 € x 7,3 % = 323,03 € (2017: 317,55 €)

Zusatzbeitrag zur GKV: 4.425 € x 1,0 % = 44,25 € (2017: 39,15 €)

Pflegepflichtversicherung: 4.425 € x 1,275 % = 56,46 € (2017: 55,46 €)

Kinderlosenpflegezuschlag: 4.425 € x 0,25 % = 11,06 € (2017: 10,88 €)

Summe: 1.136,80 € (2017: 1.112,02 €) = plus 24,78 € (297,36 € p.a.)

Plus 1,89 % Sozialabgaben für ostdeutsche Besserverdiener

Im Jahr 2018 wird die Abgabenlast für einen kinderlosen Besserverdiener in den neuen Bundesländern auf 1.061,16 € pro Monat steigen. Das sind 19,67 € monatlich mehr als 2017 (plus 1,89 %), 236,04 € p.a.

Maximale Sozialabgaben (monatlich, neue Bundesländer)

2018

2017

Rentenversicherung

539,40 €

532,95 €

Arbeitslosenversicherung

87,00 €

85,50 €

Krankenversicherung (KV)

323,03 €

317,55 €

KV-Zusatzbeitrag für Arbeitnehmer

44,25 €

39,15 €

Pflegeversicherung (PV)

56,42 €

55,46 €

PV-Zusatzbeitrag für Kinderlose

11,06 €

10,88 €

Summe

1.061,16 €

1.041,49 €

Gesamtbelastung liegt für Besserverdiener bei rund 55 % des Bruttogehalts

Der Arbeitnehmeranteil an den Sozialversicherungsbeiträgen liegt ab kommendem Jahr bei insgesamt 20,625 % des Bruttogehalts (wer Kinder hat, zahlt 20,375%). Die Arbeitgeber zahlen zusätzlich 19,375 des Bruttogehalts. Zusammen ergibt das eine gemeinsame Abgabenbelastung von 40,0 % des Bruttogehalts, von dem außerdem die Einkommen- und Kirchensteuer sowie der Solidaritätszuschlag abgezogen werden.

Insgesamt erhalten die Sozialversicherungen in den alten Bundesländern bis zu 13.641,60 € des Bruttogehalts pro Jahr, in den neuen Bundesländern bis zu 12.733,92 €.

Bei einem zu versteuernden Einkommen von 78.000 € muss ein Alleinstehender 25.619,62 € Einkommensteuer zahlen (32,84 %) plus 2.433,86 € Kirchensteuer, plus 1.409,08 € Solidaritätszuschlag. Das ergibt zusammen 29.462,56 € und somit eine Steuerbelastung von 37,8 % des Bruttogehalts.

Von 78.000 € brutto bleiben einem Alleinstehenden knapp 35.000 € netto übrig, also annähernd 3.000 € im Monat. Die Gesamtbelastung beträgt rund 55 % vom Gehalt des Arbeitnehmers.

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