Sozialversicherungswerte 2016

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Im Jahr 2016 steigen die Sozialabgaben in Westdeutschland für Monatsgehälter ab 6.200 € brutto um 27,09 € (+2,57 %) gegenüber dem Jahr 2015, und zwar auf 1.080,56 € pro Monat. Die Abgaben steigen selbst dann, wenn man nicht mehr verdient als im Vorjahr.

In Ostdeutschland steigen die Sozialabgaben noch stärker als im Westen. Im Jahr 2016 wird die Abgabenlast ab einem Monatsverdienst von 5.400 € brutto auf maximal 993,76 € pro Monat steigen, sofern der zusätzliche Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung von 0,9 % auf 1,1 % steigen wird. Das sind 40,99 € monatlich mehr (plus 4,3 %).

Alle Beitragsbemessungsgrenzen werden angehoben wie auch die Versicherungspflichtgrenze in der Krankenversicherung.

Die sozialversicherungsrechtlichen Rechengrößen für das kommende Jahr bedeuten für Gutverdiener eine Steigerung der Abgabenlast um bis zu 2,57 % im Vergleich zum Vorjahr.

Wer unterhalb der Beitragsbemessungsgrenzen verdient, zahlt 20,475 % seines Mehrverdiensts im Jahr 2016 mehr in die Sozialkassen ein als im Jahr 2015.

In den alten Bundesländern steigt der Grenzwert für das rentenversicherungspflichtige Monatsbruttoeinkommen um 150 € auf 6.200 € brutto. Das entspricht einem Bruttojahreseinkommen von 74.400 €.

Wegen der vergleichsweise besseren Lohnentwicklung in den neuen Bundesländern im Jahr 2014 werden dort die Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung noch stärker angehoben: Der Monatswert steigt wie schon im Vorjahr um 200 € auf 5.400 €. Damit sind bis zu einem Jahreseinkommen von 64.800 € Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zu leisten.

Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung bleibt konstant bei 18,7 Prozent (Knappschaft: 24,8 %).

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Die Beitragsbemessungsgrenze zur Arbeitslosenversicherung steigt ebenfalls im Westen auf 6.200 €, im Osten auf 5.400 €. Der Beitragssatz bleibt bundesweit bei 3,0 % des Bruttogehalts.

Die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird zum 1.1.2015 um 1.350 € oder 2,75 Prozent auf 50.850 € erhöht.

In der Pflegepflichtversicherung (PKV) gilt dieselbe Beitragsbemessungsgrenze wie in der GKV.

Die seit dem 1.1.2015 von den GKV-Kassen wieder individuell festgesetzten Beiträge sind dann bis zu einem Bruttoeinkommen von monatlich 4.237,50 € zu entrichten. Seither gilt in der GKV ein allgemein paritätisch finanzierter Beitragssatz von 14,6 Prozent, wobei die Kassen Zusatzbeiträge erheben dürfen. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt zurzeit bei 0,9 % – über eine Anhebung auf 1,1 % wird jedoch diskutiert. Diesen müssen die Arbeitnehmer allein tragen.

Der Beitragssatz zur Pflegepflichtversicherung bleibt im Jahr 2016 bei 2,35 % des Bruttogehalts. Die Hälfte davon zahlen die Arbeitgeber (1,175 %). Rentner tragen den vollen Pflegebeitrag alleine. Kinderlose zahlen ab ihrem 23. Lebensjahr zusätzlich 0,25 % ihres Bruttogehalts, und zwar ohne Beteiligung des Arbeitgebers.

Die bundeseinheitlich geltende Versicherungspflichtgrenze in der GKV wird auf 56.250 € angehoben. Das bedeutet, dass der Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) erst ab einem monatlichen Bruttoeinkommen von über 4.687,50 € möglich ist.

Das vorläufige Durchschnittsentgelt in der gesetzlichen Rentenversicherung wird für das Jahr 2016 mit 36.267 € für die alten Bundesländer festgestellt (Vorjahr: 34.999 €). In den neuen Bundesländern beträgt es 31.594 € (Vorjahr: 29.870 €).

Die Bezugsgröße zur Sozialversicherung steigt auf 2.905 € (2015: 2.835 €), was einem Jahreswert von 34.860 € entspricht. In den neuen Ländern steigt dieser Wert auf 2.520 € (Vorjahr: 2.425 €) oder 30.240 € im Jahr.

Beispiel:

Maximaler Arbeitnehmeranteil der monatlichen Höchstbeiträge zur Sozialversicherung (alte Bundesländer) im Jahr 2016

Rentenversicherung: 6.200 € x 9,35 % = 579,70 € (2015: 565,68 €)

Arbeitslosenversicherung: 6.200 € x 1,5 % = 93,00 € (2015: 90,75 €)

Krankenversicherung: 4.237,50 € x 7,3 % = 309,34 € (2015: 301,13 €)

Zusatzbeitrag zur GKV: 4.237,50 € x 0,9 % = 38,14 € (2015: 37,13 €)

Pflegepflichtversicherung: 4.237,50 € x 1,175 % = 49,79 € (2015: 48,47 €)

Kinderlosenpflegezuschlag: 4.237,50 € x 0,25 % = 10,59 € (2015: 10,31 €)

Summe: 1.080,56 € (2015: 1.053,47 €)

Das ist für westdeutsche Besserverdiener ein maximaler Anstieg um 27,09 € pro Monat bei einem monatlichen Bruttogehalt ab 6.200 € bzw. bei einem Bruttojahresgehalt ab 74.400 € (plus 2,57 %).

Plus 4,3 % für ostdeutsche Besserverdiener

Im Jahr 2015 beträgt die Summe aller Beiträge zur Sozialversicherung für einen kinderlosen Arbeitnehmer in den neuen Bundesländern mit einem Bruttoverdienst von 5.400 € oder mehr 961,24 € pro Monat.

Im Jahr 2016 wird die Abgabenlast in diesem Fall auf 993,76 € pro Monat steigen, da der zusätzliche Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung von 0,9 % auf 1,1 % steigen soll. Das sind 40,99 € monatlich mehr (plus 4,3 %).

Maximale Sozialabgaben (monatlich, NBL)

2015

2016

Rentenversicherung

486,20 €

504,90 €

Arbeitslosenversicherung

78,00 €

81,00 €

Krankenversicherung (KV)

301,13 €

309,34 €

KV-Zusatzbeitrag für Arbeitnehmer

37,13 €

46,61 €

Pflegeversicherung (PV)

48,47 €

49,79 €

PV-Zusatzbeitrag für Kinderlose

10,31 €

10,59 €

Summe

961,24 €

993,76 €

Abgabenquote liegt bei 39,8 % des Bruttogehalts

Der Arbeitnehmeranteil an den Sozialversicherungsbeiträgen liegt im kommenden unverändert bei insgesamt 20,475 % des Bruttogehalts. Die Arbeitgeber zahlen weiterhin zusätzlich 19,325 % des Bruttogehalts.

Die Sozialabgaben betragen im Jahr 2016 insgesamt 39,8 % des Bruttogehalts – so wie im Vorjahr.

Höhere Beitragsbemessungsgrenzen ab 1.1.2016

Beitragsbemessungsgrenzen

Alte Bundesländer

Neue Bundesländer

Monat

Jahr

Monat

Jahr

allgemeine Rentenversicherung

6.200,00 €

74.400,00 €

5.400,00 €

64.800,00 €

knappschaftliche Rentenversicherung

7.650,00 €

91.800,00 €

6.650,00 €

79.800,00 €

Arbeitslosenversicherung

6.200,00 €

74.400,00 €

5.400,00 €

64.800,00 €

Kranken- und Pflegeversicherung

4.237,50 €

50.850,00 €

4.237,50 €

50.850,00 €

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