Die neuen Sozialversicherungs-Größen und ihre Auswirkungen

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(verpd) Wie jedes Jahr werden die maßgeblichen Rechengrößen der Sozialversicherung, die ab 1.1.2014 gelten, gemäß der Einkommensentwicklung zum vorvergangenen Jahr der Gültigkeit angepasst. Für 2014 werden zahlreiche Beitragsbemessungs-Grenzen zur Renten-, Arbeitslosen-, sozialen Pflege- und gesetzlichen Krankenversicherung entsprechend um fast drei Prozent angehoben. Verantwortlich dafür ist die entsprechende Lohnentwicklung im Jahr 2012.

Die Beiträge zur jeweiligen Sozialversicherung (Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung) werden nur bis zu einer bestimmten Einkommensobergrenze erhoben, der sogenannten Beitragsbemessungs-Grenze. Wer mehr verdient, zahlt also maximal nur für den festgelegten Wert einen entsprechenden Sozialversicherungs-Beitrag. Die Versicherungspflicht-Grenze, auch Jahresarbeitsentgelt-Grenze genannt, legt fest, bis zu welcher Höhe des jährlichen Bruttoarbeitsentgelts Arbeitnehmer in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung versicherungspflichtig sind.

Vor Kurzem wurden die neuen Sozialversicherungs-Werte für 2014 vom Bundeskabinett verabschiedet. Diese stammen aus dem Referentenentwurf der Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2014 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Es werden alle Rechengrößen für 2014 angehoben, da sich auch die Löhne und Gehälter, die für die Herleitung der Rechengrößen entscheidend sind, im Jahr 2012 positiv entwickelt haben. Die Lohnzuwachsrate betrug in 2012 in den alten Ländern 2,81 Prozent und in den neuen 2,42 Prozent. Für ganz Deutschland wurde eine Lohn- und Gehaltssteigerung von 2,80 Prozent errechnet.

Umstieg in private Krankenversicherung wird weiter erschwert

Dementsprechend wird die Beitragsbemessungs-Grenze in der Kranken- und Pflegeversicherung bundesweit wie in den beiden Vorjahren um jährlich 1.350 € steigen. Damit liegt die Grenze ab 1.1.2014 bei 48.600 €. Pro Monat gesehen erhöht sich die Beitragsbemessungs-Grenze um 112,50 € auf 4.050 €.

Die allgemeine Versicherungspflicht-Grenze in der Kranken- und Pflegeversicherung steigt um die gleichen Beträge an wie bei der Beitragsbemessungs-Grenze und liegt bei 53.550 € im Jahr beziehungsweise 4.462,50 € im Monat.

Der Höchstbeitrag zur Krankenversicherung wird sich von 610,32 € in 2013 auf 627,75 € in 2014 erhöhen. Dadurch wächst der Höchstbeitrag für Arbeitnehmer mit Krankengeldanspruch von 322,88 € auf 332,10 € an, was bei einem Anteil von 8,2 Prozent einem Mehrbeitrag von 9,22 € im Monat beziehungsweise 110,64 € im Jahr entspricht. Der Höchstbeitrag für Arbeitgeber (7,3 Prozent Anteil) erhöht sich um 8,21 € auf 295,65 €. Aufs Jahr gesehen entspricht das einer Verteuerung von 98,52 €.

Auch Höchstbeitrag zur Rentenversicherung steigt erneut

Die Beitragsbemessungs-Grenze zur Renten- und Arbeitslosen-Versicherung erhöht sich in den alten Bundesländern um 1.800 € jährlich auf 71.400 € und in den neuen Bundesländern um 1.200 € auf 60.000 €. Die monatliche Erhöhung beträgt demnach 150 € auf 5.950 € (West) beziehungsweise 100 € auf 5.000 € (Ost).

In der knappschaftlichen Rentenversicherung steigt die Beitragsbemessungs-Grenze um monatlich 200 € auf 7.300 € (West) beziehungsweise um 100 € pro Monat auf 6.150 € (Ost). Aufs Jahr gesehen ergibt dies eine Steigerung von 85.200 € auf 87.600 € in den alten beziehungsweise von 72.600 € auf 73.800 € in den neuen Bundesländern.

2013

2014

Rentenbeitragsbemessungsgrenze ABL

69.600,00 €

p.a.

71.400,00 €

p.a.

Rentenbeitragsbemessungsgrenze NBL

58.800,00 €

p.a.

60.000,00 €

p.a.

Kranken- und Pflegeversicherungsbeitragsbemessungsgrenze

47.250,00 €

p.a.

48.600,00 €

p.a.

Krankenversicherungspflichtgrenze

52.200,00 €

p.a.

53.550,00 €

p.a.

Krankenversicherungspflichtgrenze 2002

47.250,00 €

p.a.

48.600,00 €

p.a.

Bezugsgröße Alte Bundesländer (ABL)

2.695,00 €

p.M.

2.765,00 €

p.M.

Bezugsgröße Neue Bundesländer (NBL)

2.275,00 €

p.M.

2.345,00 €

p.M.

Der gleiche Wert gilt für die Arbeitslosenversicherung.

Der gleiche Wert gilt für die Arbeitslosenversicherung.

Jahresarbeitsentgeltgrenze für Arbeitnehmer, die bereits am 31.12.2002 krankenversicherungsfrei waren.

Gemäß SGB II (Langzeitarbeitslose) und SGB XII (bei Behinderung und ab 65 Jahren).

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