Rürup-Rente: 2015 gelten neue Regeln

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Rürup-Sparer können im neuen Jahr beim Finanzamt höhere Beiträge als Sonderausgaben geltend machen.

Mit dem Abschluss einer Basis-Rente (der sogenannten Rürup-Rente) können sich insbesondere Selbstständige eine private Altersvorsorge aufbauen und damit Steuern sparen.

Durch das Jahressteuergesetz 2015 werden steuerlich bis zu 22.172,00 € pro Kalenderjahr gefördert statt bisher 20.000,00 €; für Verheiratete gilt der doppelte Betrag.

Gleichzeitig steigt der steuerlich absetzbare Anteil der jährlichen Sparleistung auf 80 % der Einzahlungen. Steuerlich können somit bei Nutzung der Höchstbeträge bis zu 17.736,20 € (Ehepaare: 35.475,00 €) abgesetzt werden. Bei Spitzenverdienern übernimmt der Fiskus damit über den Weg der Steuervorteile etwa ein Drittel der eingezahlten Beiträge.

Ähnliche Steuervorteile gelten auch für freiwillige Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung (GRV). Allerdings sind die Einzahlungen hier durch die Kopplung an die Beitragsbemessungsgrenze im Jahr 2015 auf 13.576,20 € begrenzt. Selbstständige, die für 2014 keine freiwilligen Beiträge eingezahlt haben, können dies bis zum 31.3.2015 noch nachholen. Auch hier können 80 % des eingezahlten Betrags 2015 von der Steuer abgesetzt werden. Freiwillige Einzahlungen lohnen sich nicht nur für Selbstständige, sondern auch für Angestellte und Beamte vor Beginn des Ruhestandes und rentieren nach der Senkung des Garantiezinses bei privaten Renten sogar besser als diese.

Änderungen gibt es außerdem zu den Auszahlungsregelungen im Alter. Die Rürup-Rente kann künftig statt Monat für Monat auch einmal im Jahr gezahlt werden.

Darüber hinaus ist künftig bei Rürup-Renten (ähnlich wie bei Betriebsrenten und Riester-Renten) die Abfindung einer Kleinbetragsrente erlaubt. Das ist möglich, wenn die Rente nicht mehr als 1 % der jährlichen Bezugsgröße (West) erreicht, das sind 2015 28,35 €. Liegt die Monatsrente nicht über diesem Betrag, können sich die Versicherten für eine Einmalzahlung entscheiden.

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