In die gesetzliche Rentenversicherung können alle einzahlen

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Auch Personen, die nicht rentenversicherungspflichtig sind, können ab dem 16. Lebensjahr freiwillig Ansprüche auf eine gesetzliche Rente erwerben.

Laut dem ehemaligen Regierungsberater und Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup ist seine Rürup-Rente die modernste Form der Altersvorsorge, da sie im Gegensatz u.a. zur gesetzlichen Rente universalistisch sei, also unabhängig von der Art der Erwerbstätigkeit.

Offensichtlich wollte Rürup im August 2012 nicht wissen, dass sich die gesetzliche Rente just zwei Jahre vorher durch die Änderung des § 7 Abs. 1 Satz 1 SGB VI (Personen, die nicht versicherungspflichtig sind, können sich für die Zeiten von der Vollendung des 16. Lebensjahres an freiwillig versichern) für alle Erwerbstätigen öffnete.

Durch diese Öffnungsklausel ist die gesetzliche Rente seit August 2010 unabhängig von der Erwerbstätigkeit (Arbeitnehmer, Beamter, Freiberufler, Selbstständiger), also ebenfalls universalistisch. Zudem gelten für die steuerliche Förderung der freiwilligen Beiträge zur gesetzlichen Rente exakt die gleichen Regeln wie für die Beiträge zur Rürup-Rente. Und auch die Besteuerung der gesetzlichen Rente erfolgt exakt so wie bei der Rürup-Rente.

Der Unterschied zwischen der gesetzlichen Rente und einer privaten Rürup-Rente liegt in deren Beitragsrenditen. Da bei privaten Versicherern die Vertriebs- und Verwaltungskosten wesentlich höher liegen als beim Staat, schlägt die Staatsrente derzeit die Privatrente.

Bewusst wird von Versicherern und provisionsfixierten Versicherungsvermittlern das Gerücht gestreut, dass die Rürup-Rente für Freiberufler und Selbstständige auch heute noch die einzig mögliche Form der staatlich geförderten Altersvorsorge sei. Das gilt spätestens seit dem 10.8.2010 nicht mehr (Änderung von § 7 Abs. 1 und § 282 Abs. 2 SGB VI).

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