Wohn-Riester: Flexibler Geld entnehmen

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Bund und Länder haben sich am 7.6.2013 auf neue Regeln für die Förderung der privaten Altersvorsorge geeinigt (Gesetz zur Verbesserung der steuerlichen Förderung der privaten Altersvorsorge, Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz - AltvVerbG).

Im Bereich der Altersvorsorge in Form selbst genutzten Wohneigentums, »Wohn-Riester«, sieht die Regierung Vereinfachungen bei der Entnahme von gefördertem Altersvorsorgekapital vor. So soll die jederzeitige Kapitalentnahme für selbst genutztes Wohneigentum in der Ansparphase möglich sein. In die Eigenheim-Rentenförderung soll künftig auch der Umbau zur Verringerung von Barrieren in oder an der selbst genutzten Wohnung einbezogen werden.

Zur Verbesserung des Verbraucherschutzes schreibt der Gesetzgeber die Einführung von Produktinformationsblättern zur »Riester-Rente« vor, damit die verschiedenen Riester-Produkte wie klassische Rentenversicherungen, fondsgebundene Rentenversicherungen, Fondssparpläne, Banksparpläne, Bausparverträge sowie Sparpläne mit Genossenschaftsanteilen vergleichbar werden.

Zwei Änderungen abgelehnt

Die Förderhöchstgrenze für Aufwendungen zur Altersvorsorge über die Basisversorgung im Alter, »Rürup-Rente«, wird nicht von 20.000,00 € auf 24.000,00 € erhöht. Damit bleibt es bei der geltenden Rechtslage. Der Bundestag wollte ursprünglich den Förderhöchstbetrag auf 24.000,00 € anheben. Das hatte der Bundesrat als unangemessene Bevorzugung im Vergleich zur gesetzlichen Rentenversicherung kritisiert.

Ebenfalls rückgängig gemacht hat der Vermittlungsausschuss eine vom Bundestag beschlossene Änderung zum »Wohnförderkonto«, um die steuerlichen Bedingungen für Wohn-Riester zu verbessern. Auch hier soll es bei der derzeit geltenden Rechtslage zur Verzinsung bleiben. Der Bundesrat hatte bemängelt, dass die ursprünglich geplante Rechtsänderung die Altersvorsorge durch selbstgenutztes Wohneigentum zu stark begünstige.

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