Wer die meisten Zulagen für einen Riester-Vertrag bekommt

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(verpd) Nach einer aktuellen Statistik der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) ist insbesondere die Zahl der Familien und der Personen mit einem niedrigen bis durchschnittlichen Einkommen, die einen Riester-Rentenvertrag abgeschlossen haben, hoch. Dementsprechend hoch sind auch die ausgezahlten Zulagen, denn gerade diese Personengruppen profitieren von der zulagengeförderten Altersvorsorge besonders.

Nach den aktuell veröffentlichten Zahlen der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) wurden 2011 alle bestehenden Riester-Verträge mit insgesamt 3,52 Milliarden Euro vom Staat gefördert. Davon waren 830 Millionen Euro Steuerersparnisse, die alle Riester-Sparer erhielten, die den Beitrag zum Riester-Vertrag steuerlich geltend machen konnten.

Der Hauptanteil der Förderung, nämlich 2,69 Milliarden Euro, entfiel jedoch auf staatliche Zulagen, die den jeweiligen Riester-Verträgen der zulagenberechtigten Sparer gutgeschrieben wurden. Die Hälfte der Zulagensumme, nämlich 1,3 Milliarden Euro, waren Kinderzulagen.

„Riester erreicht die Richtigen“

Fast zwei Drittel der Riester-Zulagenempfänger, konkret 64,8 Prozent, hatten ein Jahreseinkommen von bis zu 30.000 €. Bei 35,2 Prozent lag der Jahresverdienst bei über 30.000 €. Da die steuerlichen Vorteilen insbesondere Riester-Sparer mit einem höheren Einkommen zugutekommen, konnte rund jeder dritte Zulagenempfänger dementsprechend die Steuerermäßigung für sich nutzen.

Wie die ZfA-Datenanalyse zeigt, setzten 2011 insbesondere Familien, aber auch Gering- und Durchschnittsverdiener – der Verdienstdurchschnitt lag 2011 bei 32.100 € jährlich – auf eine Riester-Rente. Sie profitierten insbesondere von den ihnen zustehenden Grund- und Kinderzulagen.

„Riester erreicht die Richtigen: Der Großteil der staatlichen Förderung geht an Familien und Sparer mit niedrigen Einkommen. Bedenklich ist allerdings, dass viele die Riester-Zulagen nicht voll ausschöpfen – gerade in der Niedrigzinsphase sollten Sparer die maximale staatliche Förderung für den Kapitalaufbau nutzen“, kommentiert Peter Schwark, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) dieses Ergebnis.

Der Weg zu staatlichen Zulagen und Steuervergünstigungen

Wer von den Zulagen und Steuervorteilen, die es bei der staatlich geförderten Altersvorsorge in Form der Riester-Rente gibt, profitieren will, kann aus vier verschiedenen Anlageformen für das Riester-Sparen wählen: die Riester-Versicherungsverträge, Riester-Banksparverträge, Riester-Investmentfondsverträge und Wohn-Riesterverträge. Anspruch auf eine Förderung haben unter anderem in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversicherte Arbeitnehmer, rentenversicherungs-pflichtige Selbstständige, aber auch Beamte.

Auch der Ehegatte eines Förderberechtigten hat unabhängig seiner beruflichen Tätigkeit als mittelbar Zulageberechtigter einen Anspruch auf die staatliche Förderung. Je Vertrag gibt es eine sogenannte Grundzulage von 154 € im Jahr. Für jeden kindergeldberechtigten Sprössling werden noch einmal 185 € pro Jahr dem Vertrag gutgeschrieben. Für Kinder, die ab dem 1.1.2008 geboren wurden, sind es jährlich 300 €. Bis zu 2.100 € der eingezahlten Prämien sind im Jahr steuerlich absetzbar.

Einen grundsätzlichen Anspruch auf eine Riester-Förderung hat ein unmittelbar oder mittelbar Förderberechtigter, wenn er einen Sockelbetrag von 60 € im Jahr beziehungsweise fünf Euro im Monat in der von ihm gewählten Riester-Anlageform einzahlt. Die volle Förderung erhält ein Riester-Sparer, wenn er einen Mindesteigenbetrag von vier Prozent seines Vorjahres-Bruttoeinkommens für den Vertrag aufwendet.

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