So „riestern“ die Deutschen

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2011 stieg die Zahl der abgeschlossenen Riester-Verträge von 14,39 auf über 15,36 Millionen an. Insbesondere die Anzahl der neu abgeschlossenen Riester-Versicherungen und Wohn-Riester-Verträge war hoch.

Im Gesamtjahr 2011 lag der Nettozuwachs – also unter Einberechnung der Vertragsabgänge – an Riester-Verträgen bei 971.000. „Auch 2011 war ein Jahr, in dem sich viele Bürgerinnen und Bürger neu dazu entschlossen haben, mit einer Riester-Rente zusätzlich für das Alter vorzusorgen“, stellt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales heraus.

Wohn-Riester überholt Riester-Banksparpläne

Gut die Hälfte der Neuabschlüsse im Gesamtjahr 2011 entfiel auf die Riester-Versicherungsvariante (502.000). Ein knappes Drittel der Neuverträge waren Wohn-Riester-Verträge (284.000) und rund jeder siebte Neuvertrag ein Riester-Fondssparplan (138.000). Am schwächsten nachgefragt wurden Riester-Banksparpläne, die mit 47.000 Neuabschlüssen nur auf einen Anteil von rund fünf Prozent kamen.

Im Gesamtbestand machen die Riester-Versicherungen mit nun rund 10,88 Millionen Verträgen, das sind knapp 71 Prozent, weiterhin den Löwenanteil aller abgeschlossenen Riester-Varianten aus.

So funktioniert das Riestern

Der Staat beteiligt sich bei einem Riester-Vertrag mit einer Grundzulage von 154 € im Jahr an der Vorsorge jedes Riester-Sparers. 185 € pro Jahr zusätzlich gibt es für jeden kindergeldberechtigten Sprössling. Sind die Kinder ab dem 1.1.2008 geboren, sind es sogar 300 €. Bis zu 2.100 € sind im Jahr steuerlich absetzbar, wenn die Zulagen nicht ausreichen, um die Sparbeiträge steuerfrei zu stellen.

Um die volle Förderung zu bekommen, muss man vier Prozent des sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens abzüglich der Zulagen einzahlen. Für den Eigenbeitrag hat der Gesetzgeber eine Untergrenze von 60 € im Jahr oder fünf Euro im Monat festgelegt.

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