Seit 1.1.2017: Produktinformationen zur Riester-Rente

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Damit Kunden nun Angebote besser vergleichen können, erhalten sie ein Produktinformationsblatt. Es umfasst bis zu drei Seiten und ermöglicht einen Überblick über die Kosten, die Chance-Risiko-Klasse und eine prognostiziere Rendite-Entwicklung.

Wer in diesem Jahr einen Riester-Vertrag abschließen will, soll Angebote nun einfacher vergleichen können. Seit dem 1.1.2017 müssen Anbieter ihren Kunden ein individuelles Produktinformationsblatt zur Verfügung stellen.

Auf Grundlage der individuellen Höhe und Dauer der Einzahlungen soll in dem Produktinformationsblatt der prognostizierte Vertragsverlauf bis zum Beginn der Auszahlungsphase abgebildet werden.

Um den Vergleich verschiedener Produkte zu erleichtern, darf das Dokument nur zwei Seiten umfassen. Lediglich für zusätzliche Absicherungen, zum Beispiel eine Berufsunfähigkeitsversicherung, ist ein weiteres Blatt erlaubt.

Chancen und Risiken auf einen Blick

Wie sicher oder riskant das Produkt ist, sollen Verbraucher ebenfalls einfach erkennen können. Dazu werden Chancen-Risiko-Klassen angegeben, deren Spanne von 1 (geringe Chancen/geringes Risiko) bis 5 (hohe Chancen/hohes Risiko) reicht.

Ausgewiesen werden müssen auch die Kosten des Produkts. Die Anbieter müssen laut Finanzministerium im Produktinformationsblatt alle anfallenden Kosten nach Art und Höhe ausweisen, beispielsweise die Abschluss- und Vertriebskosten sowie die Kosten bei Vertragskündigung.

Versäumt ein Anbieter, die Kosten im Produktinformationsblatt auszuweisen, so schuldet der Kunde nach Angaben des Finanzministeriums die entsprechenden Kosten nicht. Das heißt: Der Kunde muss nur die Kosten zahlen, die der Anbieter auf dem Blatt auch tatsächlich ausgewiesen hat.

Ab 1.1.2018: Höhere Grundzulage

Seit 2008 wurden die Förderbeträge in der Riester-Rente nicht mehr angehoben. Nun soll es ab 2018 soweit sein: Die Grundzulage wird von bis zu 154 auf bis zu 165 Euro pro Jahr angehoben.

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