Riester-Verträge sind weiter im Trend

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(verpd) Nach den aktuellen Daten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) ist im ersten Quartal diesen Jahres der Bestand an Riester-Verträgen weiter gestiegen. Ende März waren es insgesamt 15,91 Millionen Verträge und damit 28.000 mehr als Ende 2013.

Insgesamt gesehen ist von den vier möglichen Vertragsvarianten, eine überproportional stark in dem Gesamtbestand vertreten.

Der Statistik des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) ist zu entnehmen, dass der Bestand der Riester-Verträge in den ersten drei Monaten diesen Jahres um rund 28.000 Verträge auf insgesamt 15,91 Millionen Verträge angewachsen ist.

Wie das „Riestern“ funktioniert

Die Riester-Rente ist eine staatlich geförderte Altersvorsorge – wer also einen Riester-Rentenvertrag abschließt, bekommt staatliche Förderungen für seine Altersvorsorge. Insgesamt gibt es vier verschiedene Anlageformen für das Riester-Sparen: die Riester-Versicherungsverträge, Riester-Banksparverträge, Riester-Investmentfondsverträge und Wohn-Riester-Verträge.

Wer einen Riester-Vertrag abgeschlossen hat, bekommt bei einer vollen Förderung die sogenannte Grundzulage in Höhe von 154 € pro Jahr. Für jedes Kind, für das der Förderberechtigte oder sein Ehegatte Kindergeld bezieht, werden noch einmal 185 € jährlich dem Vertrag gutgeschrieben. Bei Kindern, die ab dem 1.1.2008 geboren wurden, sind es sogar 300 €. Bis zu 2.100 € der eingezahlten Prämien können jährlich steuerlich abgesetzt werden.

Wer förderberechtigt ist

Einen direkten Anspruch auf eine Förderung, also unmittelbar zulageberechtigt, sind unter anderem in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversicherte Arbeitnehmer, rentenversicherungs-pflichtige Selbstständige, wie Künstler oder freiberufliche Hebammen, aber auch Beamte. Mittelbar zulageberechtigt und somit ebenfalls einen Anspruch auf die staatliche Förderung hat der Ehegatte eines Förderberechtigten, und zwar unabhängig von seiner beruflichen Tätigkeit.

Damit ein unmittelbar oder mittelbar Förderberechtigter prinzipiell Anspruch auf eine Riester-Förderung hat, muss er einen Sockelbetrag von 60 € im Jahr beziehungsweise fünf Euro im Monat in den Riester-Vertrag einzahlen. Die volle Förderung gibt es, wenn der Sparer einen Mindesteigenbetrag von vier Prozent seines Vorjahres-Bruttoeinkommens für den Vertrag aufwendet. Detaillierte Informationen zur staatlichen Förderung und Hilfe bei der Auswahl des individuell richtigen Riester-Vertrages gibt es beim Versicherungsfachmann.

Versicherungsvariante besonders beliebt

Übrigens: Von den Ende März bestehenden 15,91 Millionen Riester-Verträgen entfielen rund 10,9 Millionen Policen auf Riester-Versicherungsverträge. Damit ist diese Vertragsform mit über 68 Prozent des gesamten Bestandes der Riester-Verträge die beliebteste Riester-Variante.

An zweiter Stelle liegen mit insgesamt rund 3,0 Millionen Verträgen, das entspricht einem Anteil von 19 Prozent aller Riester-Verträge, die Riester-Investmentfondsverträge. Rund 7,5 Prozent aller Vertragsarten, das sind knapp 1,2 Millionen Verträge, entfallen auf die Wohn-Riester-Variante. Mit einem Anteil von fünf Prozent beziehungsweise 810.000 Verträgen sind Banksparverträge bei allen Riester-Varianten am wenigsten vertreten.

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