Immer mehr setzen auf eine Riester-Rente

 - 

(verpd) Laut den vor Kurzem veröffentlichten Daten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) ist im dritten Quartal diesen Jahres der Bestand an Riester-Verträgen weiter gestiegen.

Ende Juni 2015 waren es insgesamt knapp 16,35 Millionen Verträge und damit 380.000 Verträge mehr als noch im zweiten Quartal des Vorjahres. Insgesamt gesehen ist unter den vier möglichen Vertragsvarianten eine überproportional stark in dem Gesamtbestand vertreten.

Der Statistik des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) ist zu entnehmen, dass der Bestand der Riester-Verträge in den ersten sechs Monaten diesen Jahres um rund 150.000 Verträge auf insgesamt 16,35 Millionen Verträge angewachsen ist. In den letzten zwölf Monaten betrug der Anstieg sogar 380.000 Verträge.

Wie das „Riestern“ funktioniert

Die Riester-Rente ist eine staatlich geförderte Altersvorsorge – wer also einen Riester-Rentenvertrag abschließt, bekommt staatliche Förderungen für seine Altersvorsorge. Insgesamt gibt es vier verschiedene Anlageformen für das Riester-Sparen: die Riester-Versicherungsverträge, Riester-Banksparverträge, Riester-Investmentfondsverträge und Wohn-Riesterverträge.

Wer einen Riester-Vertrag abgeschlossen hat, bekommt bei einer vollen Förderung die sogenannte Grundzulage in Höhe von 154 € pro Jahr. Für jedes Kind, für das der Förderberechtigte oder sein Ehegatte Kindergeld bezieht, werden noch einmal 185 € jährlich dem Vertrag gutgeschrieben. Bei Kindern, die ab dem 1.1.2008 geboren wurden, sind es sogar 300 €. Bis zu 2.100 € der eingezahlten Prämien können jährlich steuerlich abgesetzt werden.

Wer förderberechtigt ist

Einen direkten Anspruch auf eine Förderung, also unmittelbar zulagenberechtigt, sind unter anderem in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversicherte Arbeitnehmer, rentenversicherungs-pflichtige Selbstständige wie Künstler oder freiberufliche Hebammen, aber auch Beamte. Mittelbar zulagenberechtigt und somit ebenfalls einen Anspruch auf die staatliche Förderung hat der Ehegatte eines unmittelbar Förderberechtigten, und zwar unabhängig von seiner beruflichen Tätigkeit.

Damit ein unmittelbar oder mittelbar Förderberechtigter prinzipiell Anspruch auf eine Riester-Förderung hat, muss er einen Sockelbetrag von 60 € im Jahr beziehungsweise fünf Euro im Monat in den Riester-Vertrag einzahlen. Die volle Förderung gibt es, wenn der Sparer einen Mindesteigenbetrag von vier Prozent seines Vorjahres-Bruttoeinkommens für den Vertrag aufwendet. Detaillierte Informationen zur staatlichen Förderung und Hilfe bei der Auswahl des individuell richtigen Riester-Vertrages gibt es beim Versicherungsfachmann.

Versicherungsvariante besonders beliebt

Übrigens: Von den Ende Juni bestehenden 16,35 Millionen Riester-Verträgen entfielen knapp 10,98 Millionen Policen auf Riester-Versicherungsverträge. Damit ist diese Vertragsform mit über 67 Prozent des gesamten Bestandes der Riester-Verträge die beliebteste Riester-Variante.

An zweiter Stelle liegen mit insgesamt rund 3,09 Millionen Verträgen, das entspricht einem Anteil von nicht ganz 19 Prozent aller Riester-Verträge, die Riester-Investmentfondsverträge. Etwa neun Prozent aller Vertragsarten, das sind knapp 1,48 Millionen Verträge, entfallen auf die Wohn-Riestervariante. Mit einem Anteil von unter fünf Prozent beziehungsweise 811.000 Verträgen sind Banksparverträge bei allen Riester-Varianten am wenigsten vertreten.

Geldwerte Tipps zur Riester-Rente und anderen Formen der Altersvorsorge lesen Sie in unserem Finanzratgeber Ruhestandsplanung .

Weitere News zum Thema

  • Mehr Geld für Riester-Sparer

    [] (verpd) Jeder, der einen Riester-Vertrag hat oder noch abschließen will, profitiert von den jüngst beschlossenen Änderungen, die zum Teil ab 2018 in Kraft treten. Neben einer Zulagenerhöhung, von der alle Riester-Sparer profitieren, gibt es weitere eingeräumte Vorteile für bestimmte Personengruppen, unter anderem für Riester-Renten-Empfänger, die nur wenig gesetzliche Rente haben. mehr

  • Riester-Rente auch für Studenten und Hausfrauen möglich

    [] Anspruch auf eine staatlich geförderte Altersvorsorge haben bei der Riester-Rente alle rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmer und deren Ehepartner. Auch Studenten und Hausfrauen können in den Genuss dieser Förderung kommen, wenn sie einen Minijob ausüben und 3,7 Prozent Rentenbeitrag zahlen. Das lohnt sich insbesondere dann, wenn Kinderzulagen fließen. mehr

  • Immer mehr schließen einen Riester-Vertrag ab

    [] (verpd) Wie aus den vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales vor Kurzem veröffentlichten Zahlen ersichtlich wird, ist der Bestand an Riester-Rentenverträgen seit Einführung im Jahre 2002 bis Ende 2016 ständig gestiegen. Aktuell haben über 16,5 Millionen Bürger einen bestehenden Riester-Vertrag. mehr

  • Jeder dritte Arbeitnehmer riestert

    [] (verpd) Dass man mit der gesetzlichen Rente alleine seinen Lebensstandard im Alter nicht halten kann, ist mittlerweile vielen bewusst. So setzt rund ein Drittel der in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversicherten Erwerbstätigen zwischen dem 25. bis unter 65. Lebensjahr auf eine staatlich geförderte Altersvorsorge in Form einer Riester-Rente. Das belegt eine jüngst veröffentlichte Studie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. mehr

  • Die Angst vor Altersarmut ist gestiegen

    [] (verpd) Eine repräsentative Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge zeigt, dass drei Viertel der Deutschen befürchten, ihren Lebensstil im Alter nicht fortführen zu können. Doch so manche haben bereits entsprechend vorgesorgt und sehen damit dem Rentenalter optimistisch entgegen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.