Finanz-Tipps vor dem Jahreswechsel

Finanz-Tipps vor dem Jahreswechsel

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Bei Altersvorsorge und Immobilien sollten Sparer bis zum 31.12.2016 prüfen, ob sie die staatliche Förderung voll ausgeschöpft haben.

Bei der Altersvorsorge lohnt es sich, bis zum Jahresende nachzurechnen, ob Sie die staatliche Förderung voll ausgeschöpft haben. Dabei gibt es zwei Vorsorgeformen, bei denen es sich lohnt, jedes Jahr genau zu prüfen, ob die Fördergrenzen erreicht wurden.

Die Riester-Rente lohnt sich vor allem für Familien mit Kindern

Wer die volle Riester-Förderung ausschöpfen möchte, muss den abzugsfähigen Mindesteigenbeitrag einzahlen. Dieser liegt bei vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Vorjahresbruttoeinkommens (maximal 2.100 Euro) abzüglich der staatlichen Zulagen (Grundzulage: 154 Euro, Kinderzulage: 300 Euro, für Kinder, die vor dem 1.1.2008 geboren wurden: 185 Euro).

Hat man übers Jahr weniger eingezahlt, kann man das Maximum nun noch durch nachträgliche Zuzahlungen erreichen. Die Zuzahlung für 2016 kann noch bis zum 31. Dezember erfolgen. Mehr Zeit als beim Zuzahlen haben Sparer mit Blick auf die Riester-Zulagen – zum Beispiel für Kinder. Sie können noch bis Jahresende den Zulagen-Antrag für 2014 einreichen und fortan einen Dauerzulagenantrag stellen. Dann entfallen die jährlichen Angaben.

Wertvolle Expertentipps zu allen vier Vorsorgeformen mit staatlicher Förderung enthält der Ratgeber So schließen Sie Ihre Rentenlücke.

Die Rürup-Rente rentiert sich für Besserverdiener mit hoher Steuerbelastung

Selbstständige Gewerbetreibende und Freiberufler, die ihre Einnahmensituation oft erst am Jahresende überblicken können, sollten über den Abschluss einer Rürup-Rente nachdenken. Im Jahr 2016 können Singles steuersparend 22.766 Euro einzahlen, zusammenveranlagte Ehegatten beziehungsweise eingetragene Lebenspartnerschaften den doppelten Betrag (45.532 Euro). 82 Prozent dieser Summe sind in diesem Jahr steuerlich abzugsfähig. Diese Vorsorgeform können auch besserverdienende Angestellte und Beamte nutzen.

Eigenheim und Eigentumswohnung stellen langfristige Kapitalanlagen dar

Für eine Immobilie muss man meist längere Zeit sparen, um Eigenkapital anzuhäufen. Dank staatlicher Förderung in Form der Wohnungsbauprämie können auch Durchschnittsverdiener ihren Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen.

Bausparer sollten prüfen, ob sie Anspruch auf eine Wohnungsbauprämie haben. Dazu kann eine Sondereinzahlung in den eigenen Bausparvertrag ratsam sein.

Je Kalenderjahr werden maximal Aufwendungen in Höhe von 512 Euro (Einzelperson) bzw. 1024 Euro (Ehepaar) mit 8,8 Prozent der Einzahlungen bezuschusst, sodass die jährliche Höchstprämie bei 45,06 Euro bzw. 90,11 Euro liegt, solange Sie folgende Einkommensgrenzen nicht überschreiten: 25.600 Euro (Alleinstehende) bzw. 51.200 Euro (für zusammenveranlagte Ehegatten/Lebenspartner).

Bei Verträgen, die nach 2008 abgeschlossen wurden, wird die Prämie nur noch dann gewährt, wenn das Bausparguthaben wohnwirtschaftlich genutzt wird. Sie müssen damit also eine Immobilie bauen, kaufen oder modernisieren.

Möglichkeiten zur Darlehenssondertilgung vollständig nutzen

Viele Immobilienbesitzer haben in ihren Darlehensverträgen die Möglichkeit zur jährlichen Sondertilgung vereinbart. Üblich sind dabei fünf Prozent der Darlehenssumme. Nicht in Anspruch genommene Sondertilgungen können Sie jedoch nicht in das Folgejahr verschieben. Deshalb sollten Sie prüfen, ob Sie zum Jahresende noch ihre Restschuld verringern können. Jede Sondertilgung ist eine lohnende Geldanlage: In den kommenden Jahren zahlen Sie für einen entsprechend verringerte Betrag für die Zinsen. Dadurch steigt bei einem Annuitätendarlehen der Tilgungsanteil.

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