Die Angst vor Altersarmut ist gestiegen

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(verpd) Eine repräsentative Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge zeigt, dass drei Viertel der Deutschen befürchten, ihren Lebensstil im Alter nicht fortführen zu können. Doch so manche haben bereits entsprechend vorgesorgt und sehen damit dem Rentenalter optimistisch entgegen.

76 Prozent der Befragten gaben an, dass sie befürchten, ihren Lebensstandard im Alter zurückschrauben zu müssen. Diese Sorge nahm seit 2015 erkennbar zu. Damals waren es noch 69 Prozent, die Angst vor finanziellen Einschränkungen im Alter hatten. Das geht aus den Ergebnissen der Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge GmbH (DIA) hervor, für die 1.005 Personen im erwerbstätigen Alter zwischen 18 und 65 Jahren befragt wurden. Schüler, Auszubildende, Studenten und Rentner im Vorruhestand wurden nicht befragt.

Lediglich fünf Prozent der Befragten meinen, dass es ihnen im Alter sogar besser gehen wird als heute. Dieser Wert ist seit Jahren – ohne große Schwankungen – eher gering. Gut ein Fünftel denkt, dass sie ihren jetzigen Lebensstandard halten können.

Altersvorsorge ist auch mit geringen Mitteln möglich

Ein Drittel der Befragten hat nach eigenen Einschätzungen bereits ausreichend vorgesorgt. 27 Prozent schätzen ihre bisherige Altersvorsorge für unzureichend ein und haben den Vorsatz, in diesem Jahr noch mehr für ihre Absicherung zu tun. 43 Prozent und damit beinahe die Hälfte der Befragten gab an, dass sie gar keine Altersvorsorge haben. Dabei gibt es Absicherungslösungen, die bereits mit einem geringen Eigenaufwand und durch staatliche Zulagen gefördert das künftige Alterseinkommen erhöhen.

So kann zum Beispiel der Ehepartner eines Arbeitnehmers eine staatlich geförderte Altersvorsorge in Form eines Riester-Rentenvertrages abschließen, selbst wenn der Ehepartner kein eigenes Einkommen hat.

Der Ehepartner erhält dann mit einer Eigenbeteiligung von 60 Euro im Jahr vom Staat eine jährliche Zulage von 154 Euro für sich – und wenn er Kinder erzieht, 185 Euro pro Kind beziehungsweise 300 Euro je Kind, das ab 2008 geboren wurde – für den Riestervertrag. Das heißt, statt selbst nur jährlich 60 Euro anzusparen, beträgt der Gesamtbetrag, der für die Altersvorsorge verwendet wird, durch die staatlichen Zulagen pro Jahr 214 Euro zuzüglich 185 Euro oder 300 Euro je Kind.

Fakten sind wichtig für eine passende Lösung

Welche Lösungen im Einzelnen sinnvoll sind, zeigt häufig eine umfassende Beratung durch einen Versicherungsfachmann, der unter anderen eine gründliche Analyse der individuellen finanziellen Situation durchführen kann.

Unter anderem kann der Experte ermitteln, inwieweit die gesetzliche und eventuell bereits vorhandene private Altersvorsorge ausreicht, um im Rentenalter den Lebensstandard zu halten.

Einem Versicherungsfachmann stehen für diese Berechnungen entsprechenden Computeranwendungen zur Verfügung.

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