Altersvorsorge mit Riester-Verträgen liegt weiter im Trend

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(verpd) Nach der jüngsten veröffentlichten Statistik des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) ist der Bestand an Riester-Verträgen weiter gestiegen. Ende 2015 waren es insgesamt knapp 16,48 Millionen Verträge und damit 1,1 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Unter den vier möglichen Vertragsvarianten ist eine Form des Riester-Rentenvertrages besonders häufig zu finden.

Laut den Daten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) ist der Bestand der Riester-Verträge von knapp 16,30 Millionen Verträgen Ende 2014 auf 16,48 Millionen Verträge bis Ende 2015 angestiegen. Das ist aktuell der höchste Stand seit Einführung der staatlich geförderten Altersvorsorge in Form eines Riester-Rentenvertrages im Jahr 2002. Von den Ende 2015 bestehenden Riester-Verträgen entfielen knapp 10,99 Millionen Policen auf Riester-Versicherungsverträge.

Damit ist diese Vertragsform mit fast 66,7 Prozent des gesamten Bestandes der Riester-Verträge die beliebteste Riester-Variante. An zweiter Stelle liegen mit insgesamt rund 3,13 Millionen Verträgen Riester-Investmentfondspolicen, das entspricht einem Anteil von nicht ganz 19 Prozent aller Riester-Verträge. Knapp 9,5 Prozent aller Vertragsarten, das sind knapp 1,56 Millionen Verträge, entfallen auf die Wohn-Riestervariante. Mit einem Anteil von fast 4,9 Prozent beziehungsweise 804.000 Verträgen sind Banksparverträge bei allen Riester-Varianten am wenigsten vertreten.

So funktioniert das „Riestern“

Bei der Riester-Rente handelt es sich um eine staatlich geförderte Altersvorsorge. Wer einen Riester-Rentenvertrag abschließt, bekommt eine staatliche Förderung in Form von Zulagen und/oder Steuervergünstigungen. Insgesamt stehen vier verschiedene Anlageformen für das Riester-Sparen zur Verfügung: Riester-Versicherungsverträge, Riester-Banksparverträge, Riester-Investmentfondsverträge und Wohn-Riesterverträge.

Wer einen Riester-Vertrag abgeschlossen hat, bekommt bei einer vollen Förderung die sogenannte Grundzulage in Höhe von 154 € pro Jahr. Für jedes Kind, für das der Förderberechtigte oder sein Ehegatte Kindergeld bezieht, werden noch einmal 185 € jährlich dem Vertrag gutgeschrieben. Bei Kindern, die ab dem 1.1.2008 geboren wurden, sind es 300 €. Bis zu 2.100 € der eingezahlten Prämien können jährlich steuerlich abgesetzt werden.

Die volle Förderung gibt es, wenn der Sparer mindestens vier Prozent des Vorjahres-Bruttoeinkommens in den Vertrag einzahlt. Als kleinstmöglicher Eigenbeitrag ist eine Untergrenze von 60 € im Jahr beziehungsweise fünf Euro im Monat festgelegt.

Die Förderberechtigten

Einen direkten Anspruch auf eine Förderung haben unter anderem in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversicherte Arbeitnehmer, rentenversicherungs-pflichtige Selbstständige wie Künstler oder freiberufliche Hebammen, sowie Beamte.

Ebenfalls einen Anspruch auf die staatliche Förderung, und zwar als mittelbar Zulagenberechtigter, haben die Ehegatten der unmittelbar Förderberechtigten egal ob und welcher beruflichen Tätigkeit sie nachgehen.

Wertvolle Expertentipps zur Riester-Rente und zu den fünf anderen staatlich geförderten Vorsorgeformen lesen sie in unserem aktuellen Ratgeber So schließen Sie Ihre Rentenlücke .

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