Zuschussrente: Ab 2013 soll es eine neue Sozialleistung geben

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Rentner mit geringer Rente, die zuvor lange gearbeitet und in eine zusätzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, sollen ab dem Jahr 2013 einen Zuschuss zu ihrer gesetzlichen Rente bekommen. Alleinstehende können dann insgesamt 850 Euro Rente im Monat beanspruchen, Rentnerehepaare monatlich 1.700 Euro.

Sozialministerin Ursula von der Leyen will ab 2013 die sogenannte Zuschussrente als neue Sozialleistung einführen. Diese Zuschussrente bekommt, wer 45 Jahre gesetzlich rentenversichert war, und zwar einschließlich der Schuljahre ab 17 Jahre, Ausbildung, Studium, Krankheit, Arbeitslosigkeit oder Schwangerschaft. 35 Jahre davon muss man Beiträge in die Rente eingezahlt haben. Außerdem muss man einen Riester-Vertrag oder eine Betriebsrente abgeschlossen haben. Damit soll den Versicherten garantiert werden, dass sich ihre Altersvorsorge lohnt.

Ministerin von der Leyen rechnet für das Jahr 2013 mit 15.000 bis 20.000 Anspruchsberechtigten. In den Jahren danach könnten es bis zu 100.000 werden, die diese neue Sozialleistung beziehen, und im Jahr 2035 fast eine Million. Etwa drei Viertel davon dürften Frauen sein, weil gering bewertete Zeiten von Kindererziehung und Pflege angerechnet werden.

Sozialverbände und Gewerkschaften bezweifeln die prognostizierte Anzahl an Berechtigten, weil die Voraussetzungen nur schwer zu erfüllen sind. Der DGB erwartet maximal 3.000 Rentner pro Jahrgang, die von der Zuschussrente profitieren würden. Langzeitarbeitslose und Selbstständige haben unter den genannten Bedingungen jedenfalls keine Chance auf eine Zuschussrente.

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