Widerspruch einlegen bei Abschlägen auf Erwerbsminderungsrente

Bezieher einer Erwerbsminderungsrente dürfen laut Bundessozialgericht (BSG) nicht mit Abschlägen belegt werden, wenn sie bei Rentenbeginn jünger als 60 Jahre waren oder sind. Abschläge von bis zu 10,8 % der Monatsrente seien lediglich bei einem Rentenbeginn zwischen dem 60. und 63. Lebensjahr zulässig.

Deshalb sind nach Einschätzung des Sozialverbands Deutschland seit Einführung der Rentenabschläge im Jahr 2001 mehr als 200.000 Erwerbsminderungsrenten falsch berechnet worden.

Die Deutsche Rentenversicherung hält diesem brisanten Urteil die Auffassung entgegen, dass die Abschläge durch die Verlängerung der Zurechnungszeit bis zum 60. Lebensjahr ausreichend abgefedert seien.

Geldtipp
Legen Sie Widerspruch bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger ein und berufen Sie sich auf das BSG-Urteil B 4 RA 22/05 R vom 16. Mai 2006. Falls Ihr Rentenversicherer Ihrem Widerspruch nicht stattgibt, hilft nur noch eine Klage vor dem Sozialgericht. Immerhin ging es in dem verhandelten Verfahren um eine Nachzahlung von rund 5.754 Euro, da seit 2003 monatlich 137 Euro zu wenig gezahlt wurden.

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