Wer 2012 in Rente will, muss länger arbeiten

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Die Altersgrenze für die Regelaltersrente steigt zwischen 2012 und 2029 von 65 auf 67 Jahre. Grund: Wir leben immer länger und erhalten somit auch länger Rente.

Derzeit beträgt die durchschnittliche Rentenbezugsdauer 18 Jahre. Vor 50 Jahren lag sie noch bei unter zehn Jahren.

Trotz dieser steigenden Altersgrenze kann man auch 2030 noch vorzeitig in Rente gehen - allerdings mit Abschlägen. Und: Mit 45 Pflichtbeitragsjahren gibt es auch künftig mit 65 Jahren die volle Rente. Dabei zählen z.B. auch Zeiten der Kindererziehung bis zum zehnten Geburtstag des jüngsten Kindes mit.

Regelaltersrente
Die Altersgrenze für die Regelaltersrente (Rente ohne Abschläge) steigt von 2012 an für die Geburtsjahrgänge 1947 bis 1958 um jeweils einen Monat pro Jahr und für die Jahrgänge 1959 bis 1964 um jeweils zwei Monate pro Jahr auf 67 Jahre.

Für langjährig Versicherte
Ebenfalls schrittweise bis 2029 steigt die Altersgrenze für die Altersrente für langjährig Versicherte auf 67 Jahre. Wer 35 Versicherungsjahre absolviert hat, kann diese Rente aber auch weiterhin vorzeitig erhalten – frühestens jedoch mit 63. Dann muss man allerdings einen lebenslangen Rentenabschlag von bis zu 14,4 Prozent in Kauf nehmen, und zwar 0,3 Prozent Abschlag für jeden Monat des Rentenbeginns vor der jeweils geltenden Altersgrenze, siehe Tabelle oben.

Für besonders langjährig Versicherte
Ab 2012 wird eine "Altersrente für besonders langjährig Versicherte" eingeführt. Wer mindestens 45 Jahre lang Pflichtbeiträge gezahlt hat, erhält auch weiterhin mit 65 die Rente ohne Abschläge (Zeiten der Kindererziehung bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr des jüngsten Kindes zählen mit).

Für Schwerbehinderte
Die Altersgrenze für die Altersrente für schwerbehinderte Menschen wird ab 2012 schrittweise von 63 auf 65 Jahre angehoben. Auch hier steigt bis 2029 das Alter für den frühestmöglichen Rentenbeginn von 60 auf 62 Jahre. Bis zum 62. statt bisher zum 60. Lebensjahr muss künftig warten, wer die Altersrente für langjährig unter Tage beschäftigte Bergleute bekommen will.

Vertrauensschutzregelung
Anspruch auf Vertrauensschutz hat, wer vor 1955 geboren ist und bis zum 31.12.2006 mit seinem Arbeitgeber Altersteilzeitarbeit vereinbart hat. Außerdem können Arbeitnehmer, deren Anspruch auf Altersrente bisher per Arbeitsvertrag an ein bestimmtes Alter gebunden war (z.B. 65), künftig bis zu der für sie persönlich geltenden Altersgrenze arbeiten.

Andere Renten
Die Anhebung der Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung wird auch im Bereich der betrieblichen und privaten Altersvorsorge nachvollzogen. Dadurch gibt es Verschiebungen des frühesten Rentenbeginns bei der Riester-Rente, der staatlich geförderten betriebliche Altersvorsorge (Entgeltumwandlung), der Rürup-Rente und bei Neuabschluss einer privaten Rentenversicherung.

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