Vorzeitiger Ruhestand mindert die Rente

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Trotz Rente ab 67 können die meisten Versicherten selbst entscheiden, ob sie über den früher gültigen Rentenbeginn mit 65. Lebensjahren hinaus arbeiten wollen.

Gründe für den Ausstieg aus dem Beruf vor der gesetzlichen Altersgrenze gibt es genug. Doch das reguläre Rentenalter steigt ab 2012 schrittweise auf 67 Jahre. Deshalb überlegen viele Versicherte, ob sie auch nach Einführung der Rente mit 67 noch vorzeitig in Rente gehen können.

Wege zum frühen Rentenbeginn:

  • Altersrente für langjährig Versicherte mit 35 Versicherungsjahren: Mindestalter 63;
  • Altersrente für besonders langjährig Versicherte mit 45 Versicherungsjahren (ab 2012): Mindestalter 65;
  • Altersrente für schwerbehinderte Menschen mit 35 Versicherungsjahren: Mindestalter 60 (steigt schrittweise auf 62);
  • Altersrente für langjährig unter Tage beschäftigte Bergleute: Mindestalter 60 (steigt schrittweise auf 62) und 25 Jahre mit ständigen Arbeiten unter Tage oder mit gleichgestellten Zeiten;
  • Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit (nur noch bis Geburtsjahrgang 1951): Mindestalter 63, acht Jahre Pflichtbeitragszeit in den letzten zehn Jahren, insgesamt mindestens 15 Jahre Beitragszeiten;
  • Altersrente für Frauen (nur noch bis Geburtsjahrgang 1951): Mindestalter 60, mehr als zehn Jahre Pflichtbeiträge nach dem 40. Lebensjahr, insgesamt mindestens 15 Jahre Beitragszeiten.

Wer für sich den passenden Weg gefunden hat, steht vor zwei entscheidenden Fragen:

  • Wie viel Geld brauche ich im Alter?
  • Ist meine Rente hoch genug, um mir den vorzeitigen Ruhestand leisten zu können?

Die Antwort auf die erste Frage hängt von den persönlichen Erwartungen sowie den gesundheitlichen und familiären Verhältnissen ab.

Die zweite Frage beantwortet ein Blick in die Renteninformation, die jeder Versicherte einmal im Jahr von der Rentenversicherung erhält.

Der vorzeitige Rentenbeginn ist mit Einbußen verbunden – umso mehr, je früher man aussteigen will. Generell gilt: Für jeden Monat, den man vor der regulären Altersgrenze in Rente gehen will, beträgt der Abschlag 0,3 Prozent, für ein Jahr also 3,6 Prozent der Bruttorente. Der Abschlag gilt ein Leben lang und wirkt sich auch auf eine Witwen- oder Witwerrente aus. Durch Vorabzahlungen an die Rentenversicherung kann man den Abschlag aber ausgleichen. Auch Teilzahlungen sind möglich.

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