Vorfreude auf das Alter ist getrübt

 - 

(verpd) Laut aktuellen Umfragen rechnen Männer und Frauen mit finanziellen Einschränkungen im Rentenalter. Besonders Frauen sehen sich diesbezüglich noch weniger auf das Rentenalter vorbereitet als Männer.

Insgesamt ist die Vorfreude auf das Alter getrübt, wie eine aktuelle Umfrage des Markt- und Meinungsforschungs-Instituts Forsa, die im Auftrag eines Versicherers durchgeführt wurde, zeigt: 31 Prozent der Deutschen empfinden statt Vorfreude auf Freizeit, Hobbys und Reisen im Ruhestand eher Sorge, besonders mit Blick auf das finanzielle Auskommen. Das Thema Rente treibt insbesondere die große Mehrheit der Erwerbstätigen um: 84 Prozent sind überzeugt, dass die gesetzliche Rente für das Leben im Alter nicht ausreichen wird.

Eine andere im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) durchgeführte repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach Gesellschaft zum Studium der öffentlichen Meinung mbH ergab: Die Mehrheit der Deutschen erwartet, dass sie sich im Alter einschränken müssen. Unter den 30- bis 44-jährigen Befragten rechneten damit 63 Prozent, bei den 45- bis 59-Jährigen waren es 60 Prozent.

Insbesondere Frauen fürchten finanzielle Engpässe im Alter

Eine weitere Umfrage, die im Auftrag des GDV vom Meinungsforschungs-Instituts Yougov Deutschland AG Anfang Juni 2015 durchgeführt wurde, befasste sich auch mit den geschlechter-spezifischen Unterschieden bei der Altersvorsorge. Laut dieser Studie, bei der mehr als 1.000 repräsentativ ausgewählte Personen befragt wurden, wollen sich mit rund zwei Dritteln der Frauen in etwa ebenso viele auf sich selbst hinsichtlich der finanziellen Absicherung im Alter verlassen wie bei den Männern.

„Frauen haben jedoch größere Sorgen als Männer, dass ihre Anstrengungen nicht ausreichen könnten“, so ein Ergebnis der Umfrage. 62 Prozent der Frauen befürchten, im Alter finanziell nicht genügend abgesichert zu sein. Bei den Männern sind es dagegen „nur“ 54 Prozent. Ein Umfrageergebnis ist für den GDV, dass obwohl Frauen zunehmend gut ausgebildet und beruflich erfolgreich sind, es bei ihnen im Bereich Altersvorsorge jedoch noch einen großen Nachholbedarf gibt.

Frauen sorgen weniger vor als Männer

Frauen falle es bei der privaten Altersvorsorge immer noch schwerer, ihren eigenen Ansprüchen gerecht zu werden, so der GDV. Zwar habe eine spätere finanzielle Unabhängigkeit für sie einen ähnlich hohen Stellenwert wie für Männer, trotzdem sorge ein größerer Anteil der Frauen nicht für den Ruhestand vor. Während von ihnen 26 Prozent bislang keine Altersvorsorge haben, sind es bei den Männern 20 Prozent.

Laut Forsa-Umfrage sind jedoch 41 Prozent der Frauen der Ansicht, dass ihre gesamte finanzielle Vorsorge nicht ausreichen wird, um den Lebensstandard im Alter halten zu können. Bei den Männern ist es rund ein Drittel.

Zahlreiche geldwerte Tipps zu allen Möglichkeiten der Altersvorsorge enthält unser aktueller Finanzratgeber Ruhestandsplanung .

Weitere News zum Thema

  • Viele fürchten finanzielle Probleme im Alter

    [] (verpd) Eine repräsentative Befragung zeigt, dass die meisten Bürger nicht mit der voraussichtlichen Höhe ihrer künftigen gesetzlichen Altersrente zufrieden sind. Mehr als jeder Zweite rechnet im Rentenalter aufgrund der voraussichtlichen finanziellen Situation mit einem niedrigeren Lebensstandard wie bisher. mehr

  • EU-Kommission fragt Bürger zur privaten Altersvorsorge

    [] (verpd) Im Rahmen einer Konsultation zur privaten Rentenversicherung erhalten neben Versicherern und Verbänden auch Verbraucher jetzt die Gelegenheit mitzureden. Allerdings steht der dafür vorhergesehene, online abrufbare Fragebogen nur in englischer Sprache zur Verfügung. mehr

  • Geburtenzahl erreicht höchsten Stand seit dem Jahr 2000

    [] (verpd) Nach vorläufigen Destatis-Zahlen ist die Zahl der Lebendgeburten 2015 um über drei Prozent auf gut 737.630 gestiegen. Das sind so viele wie seit 2000 nicht mehr. Gleichzeitig gab es mit über 925.200 Sterbefällen die höchste Zahl nach 1985. Die Geburtenrate reichte daher auch 2015 nicht aus, um die Zahl der Sterbefälle auszugleichen. Wegen der starken Zuwanderung dürfte die Bevölkerung dennoch um knapp eine Million Menschen zugenommen haben. mehr

  • Mehrheit der Solo-Selbstständigen hat keine Altersvorsorge

    [] (verpd) Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ist in einer Studie unter anderem der Frage nachgegangen, inwieweit die zwei Millionen Solo-Unternehmer in Deutschland finanziell für ihr Alter vorsorgen. Das Ergebnis ist ernüchternd: Mehr als jeder zweite betroffene Selbstständige betreibt überhaupt keine Altersvorsorge. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Geldtipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.