Viele Rentner müssen Steuernachzahlungen befürchten

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Seit dem 1.10.2009 melden öffentliche, betriebliche und private Rentenkassen, Versorgungswerke und private Versicherer vollständig an den Fiskus, was sie seit 2005 an ihre Empfänger ausgezahlt haben. Dieses Meldeverfahren soll an Silvester abgeschlossen sein, sodass die Finanzämter ab Anfang 2010 nicht nur überprüfen können, ob die Bezieher von Rentenzahlungen einkommensteuerpflichtig sind, sondern auch, ob die bisherigen Angaben in den Steuererklärungen vollständig und richtig waren.

In der Folge wird es künftig zu mehr Kontrollen der Finanzämter bei der Besteuerung von Rentenbezügen kommen.

Doch es besteht kein Grund zur Panik. Ein Großteil der Rentenbezieher liegt mit seinen Einkünften unterhalb der Grundfreibeträge und braucht deshalb keine Steuernachzahlungen zu befürchten. Zum Beispiel fällt bei einem alleinstehenden Rentner ohne weitere Einkünfte bis zu einer gesetzlichen Rente von rund 1.560 Euro monatlich keine Steuer an, sofern er vor 2006 in den Ruhestand getreten ist. Dann ist nur die Hälfte der gesetzlichen Rente steuerpflichtig . Bei Verheirateten verdoppelt sich dieser Betrag.

Bei Renten oberhalb dieser Grenze oder bei zusätzlichen Einkünften werden die Finanzämter alle steuerpflichtigen Rentner zur Abgabe von Steuererklärungen für 2005 bis 2008 aufzufordern. Die Folge könnten Steuernachzahlungen zuzüglich Zinsen für mehrere Jahre sowie die Festsetzung von Vorauszahlungen für die Zukunft sein. Das kann auf einen Schlag zu hohen finanziellen Belastungen führen.

Tipp
Kommen Sie dem Finanzamt zuvor und reichen Sie fehlende Steuererklärungen nach, sofern Ihre steuerpflichtigen Einkünfte über dem Grundfreibetrag liegen.

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