Trotz Rentenerhöhung bleibt Altersarmut ein Problem

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Die Renten 2012 könnten in den alten Bundesländern um 2,3 Prozent steigen, in den neuen Bundesländern um 3,2 Prozent. Der Beitragssatz sinkt um 0,3 Prozentpunkte auf 19,6 Prozent.

Doch Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, ist damit nicht zufrieden. Sie kommentierte die von der Deutschen Rentenversicherung in Würzburg prognostizierten Zahlen zur Rentenentwicklung 2012 mit deutlicher Kritik: Selbst wenn die Rentenerhöhung 2012 höher ausfallen sollte als dieses Jahr, werde die Erhöhung wohl wieder ein Opfer der Inflation werden und könne bei weitem die Einbußen nicht ausgleichen, die die Rentnerinnen und Rentner in den letzten Jahren verkraften mussten.

Mascher wies auf die aktuelle Preissteigerungsrate von 2,6 Prozent hin. Inflationsbereinigt werde kaum etwas von der Erhöhung übrig bleiben. Trotz dieser Erhöhung bleibe Altersarmut in Deutschland ein Problem.

Die VdK-Präsidentin erneuerte deshalb ihre Forderung nach der Aussetzung des Riester-Faktors, der sich mit 0,65 Prozent Abzug nach wie vor bremsend auf die Rentenentwicklung auswirkt. Die Rentnerinnen und Rentner würden damit endlich ein wenig für ihre jahrelange Geduld bei Nullrunden und Mini-Erhöhungen entschädigt werden.

Zur ebenfalls verkündeten Prognose, dass der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung angesichts der Überschüsse der Rentenversicherung von bislang 19,9 auf 19,6 Prozent gesenkt werden soll, sagte die VdK-Präsidentin, diese minimale Beitragssenkung werde sich so gut wie gar nicht im Geldbeutel der Versicherten bemerkbar machen.

Tatsächlich reicht die Beitragsersparnis für einen Durchschnittsverdiener kaum für eine warme Mahlzeit. Bei einem Bruttomonatsverdienst von 3.000 Euro spart er ganze 4,50 Euro.

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