Sozialversicherung: Neue Bemessungsgrenzen führen zu höheren Abgaben

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Ab 1.1.2009 gibt es für viele Arbeitnehmer niedrigere Überweisungen vom Chef.

Die Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung steigen um rund 2 Prozent. Damit erhöht sich die Höchstgrenze, bis zu der Beiträge vom Bruttogehalt abgezogen werden, monatlich um 100 Euro auf 5400 Euro (alte Bundesländer) bzw. um 50 Euro auf 4550 Euro (neue Bun-desländer). Bei einem Beitragssatz von 19,9 Prozent ergibt sich eine Zusatzbelastung für Besserver-diener von monatlich 19,90 Euro, von denen der Arbeitgeber die Hälfte trägt. Der Monatsbeitrag steigt auf maximal 1074,60 Euro (905,45 Euro in den neuen Bundesländern).

Da die Beitragsbemessungsgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung steigt, werden Beiträge bis maximal 3675 Euro statt aktuell bis 3600 Euro pro Monat erhoben – bundesweit. Gleichzeitig gilt ab 2009 ein einheitliche Beitragssatz von 15,5 Prozent. Das sind 570 Euro. Bisher waren 536,40 Euro bei einem durchschnittlichen Beitragssatz in der Krankenversicherung von 14,9 Prozent fällig. Für die Pflegeversicherung sind dann 71,57 Euro statt 70,20 Euro zu zahlen.

Durch die Anhebung des Krankenversicherungsbeitrags auf 15,5 Prozent steigt die Gesamtbelastung trotz Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung um 0,5 Prozentpunkte gegenüber 2008.

Rentenversicherung: 19,90 Prozent
Arbeitslosenversicherung 2009: 2,80 Prozent
Krankenversicherung 2009: 15,50 Prozent
Pflegeversicherung: 1,95 Prozent (Kinderlose zahlen in der Pflegeversicherung 0,25 Prozent mehr)
Summe: 40,15 Prozent

Unser Kommentar
Die Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung um 0,5 Prozentpunkte gleicht die Anhebung des Beitrags zur Krankenversicherung um durchschnittlich 0,6 Prozentpunkte nicht aus. Rentner müssen die Anhebung der Krankenversicherungsbeiträge sogar ohne Ausgleich verkraften, weil sie keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung zahlen und daher von der Bei-tragssenkung nicht profitieren können.

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