So gleichen Sie Abschläge bei vorzeitigem Rentenbeginn aus

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Wer vorzeitig in Rente geht, muss Rentenabschläge in Kauf nehmen. Doch diese können mit einmaligen Rentenbeiträgen ausgeglichen werden.

Trotz der lebenslangen Rentenabschläge steigen viele Berufstätige vorzeitig aus dem Arbeitsleben aus. 55,9 Prozent von den mehr als 873.000 Versicherten, die 2008 aus Altersgründen oder wegen Erwerbsminderung in Rente gingen, mussten Abschläge wegen vorzeitigen Rentenbeginns in Kauf nehmen. Im Durchschnitt bekamen die Frührentner etwas mehr als drei Jahre (37,2 Monate) vor dem regulären Rentenbeginn ihre erste Rente gezahlt, dafür mussten sie im Schnitt einen monatlichen Rentenabschlag von 100 Euro hinnehmen.

Trotz dieser hohen Renteneinbußen wollen von den nicht erwerbsgeminderten Beschäftigten immer noch viele Versicherte vorzeitig ihrem Job den Rücken kehren. Damit die Abschläge nicht alle Wünsche für das Leben im Alter zunichte machen, kann man sich von der Rentenversicherung kostenlos ausrechnen lassen, was ein Vorabausgleich der Rentenabschläge durch freiwillige Beitragszahlungen in diesem Jahr kostet.

Bei einem vorzeitigen Rentenbeginn von einem Jahr kostet der Ausgleich von 100 Euro Rentenminderung rund 24288 Euro. Für jedes weitere Jahr vorzeitigen Rentenbeginns kommen weitere 1000 Euro hinzu.

Die Höhe des Beitragsaufwands hängt von drei Faktoren ab: vom Durchschnittsverdienst im jeweiligen Jahr (2010 = vorläufig 32003 Euro), vom Beitragssatz zur Rentenversicherung (2010 = 19,9 Prozent) und vom Prozentsatz, um den die Rente gekürzt wird (Beispiel: 10,8 Prozent Rentenminderung bei drei Jahren vorzeitigem Rentenbeginn). Nach einer bestimmten Formel wird daraus der notwendige Beitrag zum Ausgleich der Rentenminderung errechnet.

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