Rürup-Rente: Genau rechnen tut not

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Die Rürup-Rente lohnt sich vor allem für Selbstständige mit hohem Steuersatz.

670.000 Rürup-Verträge hat die Versicherungswirtschaft bislang verkauft. Die Rürup-Rente gilt mittlerweile als Hit für Steuersparer. Insbesondere Selbstständige schließen sie ab, weil sie sonst kaum Möglichkeiten haben, für ihren Ruhestand vorzusorgen und gleichzeitig ihre Steuerlast zu verringern.

Anders als bei der Riester-Rente fördert der Staat den Vertrag nicht mit Zulagen und evtl. weiteren Steuerersparnissen, sondern allein mit Steuervorteilen.

Ohne den Aspekt der Steuerersparnis schneiden Rürup-Renten jedoch eher schlecht ab im Hinblick auf ihre Rendite. Wer nicht gerade steinalt wird, kann nicht einmal sicher sein, vor seinem Tod das gesamte eingezahlte Kapital auch wieder als Rente zurückzuerhalten. Das geht aus Modellberechnungen der Stiftung Warentest hervor.

Unter Berücksichtigung der Inflation kann das Gros der Angebote sogar zu einem Minusgeschäft werden. Männer, die ihren Vertrag erst im Alter von 55 Jahren zu besparen beginnen, müssen bei den garantierten Rentenleistungen sogar durchweg eine Minusrendite einkalkulieren. Selbst die Effektiv-Verzinsung der Renten inklusive der in Aussicht gestellten Überschüsse ist bei den Verträgen für 55jährige Männer mit 1,5 bis 3,0 Prozent verschwindend gering.

Tipp
Die Vorteilhaftigkeit einer Rürup-Rente hängt von Ihrem Grenzsteuersatz ab. Eine Rürup-Rente lohnt sich bei hohem Steuersatz in der Ansparphase und niedrigem Steuersatz in der Auszahlungsphase. Wer bereits über 60 Jahre alt ist, profitiert bei einer Rürup-Sofortrente vom derzeit geringeren Besteuerungsanteil der ausgezahlten Rürup-Rente (56 Prozent). Die Einzahlungen des Jahres 2008 wirken sich mit bis zu 66 Prozent steuermindernd aus.

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