Rürup-Rente für Selbstständige und Besserverdiener lukrativ

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Mit der Rürup-Rente haben erstmals nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Selbstständige die Möglichkeit, ihre Beitragszahlungen für ihre private Altersvorsorge steuerlich abzusetzen. Praktisch handelt es sich um eine private kapitalgedeckte Rentenversicherung, die steuerlich gefördert wird.

Die Rürup-Rente garantiert eine monatliche lebenslange Rente. Zudem können seit 2005 alle Steuerpflichtigen steigende Anteile ihrer Beiträge zur Altersvorsorge steuerlich absetzen.

In der Übergangsphase bis zum Jahr 2025 werden die Beiträge zunächst nur zu einem bestimmten Prozentsatz berücksichtigt. Im Jahr 2005 waren das 60 Prozent. In den Folgejahren steigt dieser Satz jährlich um zwei Prozentpunkte an, bis im Jahr 2025 schließlich 100 Prozent erreicht sein werden.

Die Beiträge für die Rürup-Rente können monatlich, jährlich oder als Einmalbetrag bzw. jährlich variierende Einmalbeiträge gezahlt werden.

Im Gegenzug sind die Auszahlungen aus der Rürup-Rente steuerpflichtig. Der Anteil der zu versteuernden Rente steigt von 50 Prozent in 2005 um jeweils zwei Prozentpunkte bis 2020 und von 2021 bis 2040 jeweils um einen Prozentpunkt pro Jahr. Ab 2040 unterliegen die Zahlungen der Rürup-Rente analog zur gesetzlichen Rentenversicherung komplett der Steuerpflicht.

Diese staatliche Förderung der Rürup-Rente ist zudem noch an weitere Voraussetzungen geknüpft:

  • Die Rürup-Rente ist nicht kapitalisierbar, das heißt, sie darf nicht auf einen Schlag, also in einer Summe, ausgezahlt werden, sondern ausschließlich als monatliche Rente. Die erste Auszahlung darf frühestens ab dem 60. Lebensjahr erfolgen. Stirbt der Versicherte frühzeitig, ist die gesamte angesparte Summe verloren.
  • Die Rürup-Rente ist nicht übertragbar und nicht vererbbar: Die Renten werden nur an den Versicherten selbst ausgezahlt. Lediglich der Ehepartner und die minderjährigen Kinder der versicherten Person können gegen einen Aufpreis berücksichtigt werden. Soll eine Berufsunfähigkeitsversicherung eingeschlossen werden, kostet dies ebenfalls zusätzlich.
  • Die Rürup-Rente ist nicht beleihbar und nicht veräußerbar, d.h. sie darf nicht beliehen oder veräußert – kann aber auch nicht gepfändet werden. Das Sozialamt oder die Bundesagentur für Arbeit dürfen die Basisrente nicht anrechnen.

Quelle: Bundesverband deutscher Banken

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