Riester-Rente: Was beim Anbieterwechsel zu tun ist

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Eine Riester-Rente gehört heute zur Mindest-Altersvorsorge. Niemand, der Anspruch auf die staatliche Förderung hat, sollte darauf verzichten. Allerdings kann es passieren, dass man mit seinem Anbieter unzufrieden ist oder dass Änderungen in den Altersvorsorge-Zielen eine Trennung wünschenswert erscheinen lassen.

Dann ist ein Anbieterwechsel möglich, doch er ist mit Kosten verbunden. Wechselwillige müssen nicht nur ihrem alten Anbieter eine Gebühr zwischen 10 Euro und 150 Euro entrichten , sondern auch beim neuen Anbieter einer Riester-Versicherung oder eines Riester-Fondsparplans erneut Abschlusskosten zahlen. Lediglich Anbieter von Banksparplänen (Volks- und Raiffeisenbanken sowie Sparkassen) verzichten auf Abschlusskosten.

Fondssparer müssen zudem den richtigen Zeitpunkt für den Absprung abpassen. Die Garantie, dass sie auf jeden Fall ihre Beiträge plus die staatlichen Zulagen erhalten, gilt nur für die Auszahlphase, die frühestens mit 60 Jahren beginnen darf. Davor können durchaus Verluste entstehen.

So gehen Sie beim Anbieterwechsel vor:

  • Rechnen Sie aus, wie viel Sie einbezahlt haben und wie viel Sie heraus bekommen.
  • Überlegen Sie, wie die Ertragschancen des künftigen Produkts aussehen.
  • Bringen Sie in Erfahrung, welches Sparvermögen im Falle eines Wechsels auf den nächsten Riester-Vertrag eingezahlt werden könnte und was Sie die Trennung vom bisherigen Vertragspartner kostet. Diese Informationen erhalten Sie in den Vertragsunterlagen oder telefonisch beim Anbieter.
  • Drohen durch die Trennung in der Ansparzeit Verluste, können Sie alternativ den Vertrag beitragsfrei stellen. Damit stoppen Sie die Einzahlungen, kündigen den Vertrag aber nicht. Erkundigen Sie sich bei ihrem Anbieter, in welchen Rahmen das möglich ist. Manche Anbieter verlangen einen jährlichen Mindestbeitrag.
  • Ändern Sie Ihren Riester-Zulagenantrag, damit die Zulagen in den neuen Vertrag fließen können.

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