Riester-Rente: Vorsorge mit Förderung

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Bereits rund 15 Millionen der mehr als 30 Millionen Anspruchsberechtigten haben einen Riester-Vertrag abgeschlossen. Gefördert werden u.a. die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversicherten Arbeitnehmer sowie Beamte.

Zulagen und u.U. Steuerersparnis

Die Förderung besteht zum einen aus Zulagen. Zum anderen besteht die Möglichkeit der Steuerersparnis.

Um die Zulage in voller Höhe zu bekommen, müssen Sie einen Eigenbeitrag leisten. Er liegt bei vier Prozent der im vorangegangenen Kalenderjahr erzielten rentenversicherungspflichtigen Einnahmen bis maximal 2.100 Euro p.a. abzüglich der Ihnen zustehenden Zulagen.

Fünf Anlageformen stehen zur Wahl

Die Einzahlungen sind in einen zertifizierten Vertrag zu leisten. Dafür kommen fünf Kapitalanlagen infrage:
  • klassische Rentenversicherung,
  • fondsgebundene Rentenversicherung,
  • Fondssparplan,
  • Banksparplan und
  • Wohneigentum.
Das angesparte Kapital wird Ihnen im Regelfall als Rente ausbezahlt. Einmalauszahlungen bis 30 Prozent des Kapitals sind möglich. Die Auszahlungen müssen Sie grundsätzlich in voller Höhe versteuern.

Da die selbst genutzte Wohnung für viele Menschen die bevorzugte Altersabsicherung dar stellt, wurden Immobilien nachträglich stärker in die Riester-Förderung einbezogen. Auch beim Wohn-Riester bleiben die Beiträge in der Ansparphase steuerfrei, dafür werden die Leistungen bei Rentenbeginn besteuert. Bemessungsgrundlage für die nachgelagerte Besteuerung ist das Wohnförderkonto, in dem das geförderte Kapital erfasst und fiktiv verzinst wird.

Tipp
"Riestern" lohnt sich vor allem für Familien mit Kindern. Förderquoten von über 90 Prozent sind möglich. Besserverdiener ohne Familie profitieren gemäß ihrem Grenzsteuersatz, also mit maximal 45 Prozent der Einzahlungen abzüglich Zulage. Auch ein "Über-Riestern", also die Einzahlung von mehr als 2100 Euro p.a., ist erlaubt. Vorteil: abgeltungssteuerfreie Ansammlung der Erträge bis zur Auszahlung.

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