Riester-Rente: Volle Förderung holen

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Das immer geringere Rentenniveau muss durch den Aufbau zusätzlicher Rentenansprüche ausgeglichen werden: privat oder betrieblich oder am besten beides. Dafür zahlt der Staat Zulagen und gewährt Steuerersparnisse wie bei den Riester- und Rürup-Renten oder er verzichtet in der Ansparphase auf Steuern und Sozialabgaben wie bei der Betriebs-Rente.


Doch bei der Riester-Rente wird die Förderung oft nicht ausgeschöpft. Fast jeder zweite Inhaber einer solchen staatlich geförderten Zusatzversorgung verzichtet auf die vollen Zulagen vom Staat.

Die Zulagen für die Riester-Rente von 154 Euro pro Riester-Sparer und 185 Euro pro Kind fließen nur dann, wenn der Sparer 4 Prozent seines rentenbeitragspflichtigen Vorjahreseinkommens bis maximal 2100 Euro abzüglich aller Zulagen investiert.


Viele Sparer haben es versäumt, die erforderliche Sparsumme an die dreimaligen Anhebungen anzupassen, die für die Jahre 2004, 2006 und 2008 erfolgten.


Auch kann es bei Wegfall einer Kinderzulage, die den Bezug von Kindergeld voraussetzt, passieren, dass der Eigenbeitrag zu niedrig ist, um die volle Förderung zu erhalten.


Umgekehrt kann es sinnvoll sein, den Riester-Vertrag zu "übersparen", weil die Kapitalerträge abgeltungsteuerfrei sind und erst bei Rentenbezug besteuert werden.

Tipp

Stellen Sie einen Dauerzulagenantrag und schöpfen Sie die Förderung voll aus. Die höchste Förderquote erzielen Sie, wenn Sie die Zulagen voll ausschöpfen und die erforderlichen 4 Prozent minus Zulagen einzahlen. Bei Verheirateten sind dazu zwei Riester-Verträge erforderlich. Bezieht ein Ehepartner kein rentenversicherungspflichtiges Einkommen, muss er keinen Eigenbetrag leisten und erhält dennoch die volle Zulage. "Übersparen" lohnt sich nur dann, wenn der Sparerpauschbetrag bereits ausgeschöpft ist und bei Rentenbezug ein niedriger Steuersatz zu erwarten ist.

 

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